4. Twittwoch Düsseldorf in der Tonhalle

geschrieben am 14.Juli 2011


Gestern war es endlich soweit, mein 1. Besuch einer Veranstaltung in der östlichsten Niederlande Tonhalle zu Düsseldorf. Tonhalle hört sich erst mal nach Ton an, ich konnte mir aber ehrlich gesagt darunter nichts vorstellen. Der Weg vom Platz der Ideen bestritt sich als durchaus machbar. Parken for free fast direkt vor der Tür – läuft!

Die Location

Die Tonhalle zu Düsseldorf – eine tolle Location. Ein Gebäude was irgendwann in den 1920ern gebaut worden ist. Ausführliche Informationen zu dem Gebäude, den Konzerten und dem scheinbar sehr ausgeklügelten Programm. Der Intendant des Hauses macht einen recht fitten und sehr sympathischen Eindruck. Kurz gesagt: Die Tonhalle hat ihre Chance genutzt um etwa 150 neue Kunden und Multiplikatoren zu generieren.

Programmpunkte

Die Programmpunkte waren rund um das Thema „Talente“ aufgehängt. Durch die Moderation führten Daniel Fiene und Herr Prähler.

@aNNaFrOst wurde darüber interviewt, wie sie zum Bloggen gekommen ist, was eine Fashionbloggerin so macht. Dieser Agendapunkt sprach mich jetzt nicht wirklich an, was aber wenig überraschend ist. Ich habe die Dame bereits auf anderen Veranstaltungen getroffen und gesprochen. Ich versuchte währenddessen den immer schlechter werdenden Netzempfang in den Griff zu bekommen. Erfolglos.

Für einen Twittwoch gehört sicherlich irgendwas „Twitter“-Verbundenes ins Programm. Flo Meimberg aka @tiny_tales lass 45(?) seiner 140 Zeichen Kurzgeschichten vor. Es war spannend zu beobachten, wie einige Witze etwas länger brauchten. Die unterschiedlichen Reaktionen im Publikum zu Geschichte, Vorlieben, Zwischenmenschliches waren bunt gemischt. Viel Erfolg dem Flo mit der Veröffentlichung des Buches!

Im Anschluss spielte Igor Levit ein Stück von Ravel. Igor scheint wohl so der Sascha Lobo unter den Pianisten zu sein, nur ohne äußerliche Markenkennzeichen. Er spielte, was durchaus faszinierend war, jedoch war mir während des Spielens schon klar – ich würde sein Können nicht einschätzen können. @Hobbbes behauptete auf Twitter zwar, der Klang wäre nicht so gut, aber ich bin auch kein Tontechniker. Im anschließenden Gespräch zeigte sich Igor sehr geerdet, sehr unterhaltsam, natürlich, sympathisch.

Mein Highlight des Abends war allerdings ein Herr, der schon vor 45 Jahren das erste Mal mit seiner Mama in der Tonhalle gewesen ist: Hans Hoff. Herr Hoff ist Filmkritiker bei der Süddeutschen Zeitung. Er kochte die Moderation so richtig ab, was für sehr viel Unterhaltungspotential sorgte. Es war ein schönes Schauspiel, wie ein Wort das andere gab und man sich gegenseitig Nettigkeiten einschenkte. Die komplette Unterhaltung könnt ihr euch bei Was mit Medien im Podcast in den kommenden Tagen anhören.

Zum Abschluss ging es für die Hälfte der Leute noch mal in das eigentliche Schmankerl der Tonhalle – dem Konzertsaal. Ursprünglich gebaut als Planetarium und bis Mitte des letzten Jahrhundert auch als solches genutzt. Der Intendant sprach noch etwas über den Raum, den Ort, machte etwas Werbung. Eine Runde Sache insgesamt.
Der Rest des Abends bzw. was davon übrig gewesen ist, blieb für socializing. Es hat mich sehr gefreut ein paar neue Hände zu schütteln, darunter waren u.a. @VolkerGoebbels, @queenofwhatever, @t_krischak, @FDZSTEEGER. Ich hatte auch diesen Meeting-Effekt von dem @Sauerstoff letztens schrieb. Nicht schlimm, wenn auch schade.

Fazit

Die Parkplatzsituation stellte sich zufriedenstellend dar (Insider). Die Location war schick. Der Intendant nutzte seine Chance um das Haus gut an den Mann oder die Frau zu bringen. Das Programm war vielseitig und unterhaltsam. @Hobbbes tippt recht langsam auf dem iPad. @sixtus mag mal jemand zeigen, wie man ein Telefon lautlos stellt. ;)
Ein netter Abend mit vielseitigen Gästen in Themen mit denen man nicht so oft in Berührung kommt. Das mag aber letztlich daran liegen, dass das Thema „Talente“ gewesen ist und ich keins habe.
Vielen Dank an die Tonhalle, @JohannesLenz, @Paetzel, @fiene und @HerrPraehler für diesen Twittwoch.

P.S.

Lacher des Abends:
Moderation: „Besucht doch bitte auch die Fanpage der Tonhalle“
Zwischenruf links: „Uh er el?“
Antwort von rechts (Publikum): „Facebook.com“

Ein weiterer Bericht zum Twittwoch findet ihr bei LogoLook