Basic Thinking für ?
geschrieben am 11.Januar 2009
Die Wellen schlugen es hoch, extrem hoch. Robert Basic verkauft bei Ebay seine Domain/Blog. Die Presse bescherte ihm einen slashdot. Selbst die Bild und Techcrunch berichtet darüber, inzwischen wird die Seite bei Plusserver kostenfrei gehostet um den Besucherströmen gerecht zu werden. Der Blog, der seit 2003 geführt wird, hat derzeit ein Gebot von 24050 Euro. Dabei ist das Mindestgebot noch nicht erreicht, welches man lt. Internet World Business auf 30.000 Euro schätzt.
Interessant ist zu sehen, dass der Feedburner-Counter auf einmal wieder geht? Robert schrieb in seinem Eingangsposting, wo er auch Zahlen nannte, dass er zwar 35k anzeigt, aber nur 16-17k in Wirklichkeit sind. Wurde der Bug behoben oder sind die Zahlen wirklich im freien Fall? Hat sich Basic in seiner Einschätzung evtl. getäuscht, dass die Leser doch “ihn” lesen und nicht den Content? Immerhin baut man ja eine gewisse Beziehung zu einem Blog auf. Auch zu dem Schreibstil des Autors.
Welchen Einfluss man nehmen kann, wenn man den erfolgreichsten Blog Deutschlands hat, zeigt sich bei Ebay. Die haben Basic eigens eine Funktion zur Verfügung gestellt. Wo er die Bieter für die Auktion zulassen kann. Sicherlich eine feine Sache für Herrn Basic. Wirft aber die Frage auf, was Millionen von Usern davon halten? Neid wird in Deutschland nicht unbedingt unter den Tisch gekehrt.
Wie seht Ihr diesen Schritt? Kann man einen Blog verkaufen? Wird der Käufer Erfolg mit seinem Erwerb haben? Oder gar erfolgreicher werden? Wird das ganze Konstrukt funktionieren?


Parkrocker schrieb:
11. Januar 2009 13:21“Wirft aber die Frage auf, was Millionen von Usern davon halten? Neid wird in Deutschland nicht unbedingt unter den Tisch gekehrt.”
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass jemand deshalb groß Theater macht (außer die Trolle bei Heise und Golem).
“Wird der Käufer Erfolg mit seinem Erwerb haben?”
Die Frage ist doch eigentlich: Womit wird ein neuer Besitzer Erfolg haben wollen?
Für mich ist Basicthinking untrennbar mit Robert Basic verknüpft. Ich kann mir nicht vorstellen, wie ein neuer Besitzer das erfolgreich fortführen will – wenn er den Blog überhaupt so führt wie bisher.
Ich erwarte eher einen großen Reinfall für den neuen Besitzer. Wertlos wird die Domain sicher nicht werden. So erfolgreich wie mit Robert Basic aber sicher nicht bleiben.
CiT (@KaiThrun) schrieb:
12. Januar 2009 06:18Nun, neider gibt es m.E. immer. Und wenn es nur ein Troll ist, der sich darüber aufspült, dass er seinen Blog überhaupt verkauft.
Zum Erfolg mag ich keine Prognose abgeben. Da man eben auch nicht weiß, wer oder was genau folgt. Fakt ist, es wird anders. Und gegen Neues ist man in der Regel immer skeptisch. Keine Frage. Und es ist schwierig die Person vom Blog zu trennen. Hm, ich weiss nicht. Vielleicht sehe ich auch als bisherige Nichtleser, die Chance auf etwas “lesbares”. Sein Erfolg in allen Ehren, aber mich dazu bewegt, den Blog zu bookmarken hat es mich in der Vergangenheit leider nicht.
Ich bin aber auch gespannt, was eigentlich passiert, wenn das Mindestgebot nicht erreicht wird. Wo immer das liegen mag
chr1spy schrieb:
14. Januar 2009 00:29Womit wir dann wieder bei meiner Befürchtung vom gestrigen Abend angekommen sind…
Ware wären wenn: der Mindestpreis wissentlich/gezielt derart utopisch hoch angesetzt wurde, dass ihn vermutlich niemand bereit wäre zu zahlen!? (Es entzieht sich meiner Kenntnis wieviel Budget er für die nächsten 2 Jahre benötigt um a.) zu (über)leben und b.) um sein neues Projekt aufzuziehen.) Für mich wäre das DIE VM-Kampagne 2009! (Ok, ist angesichts des Datums (noch) keine Kunst
)
Let’s wait and see…
Max schrieb:
14. Januar 2009 14:15Robert Basic macht es meiner Meinung nach nicht richtig! Ich denke er wird wohl Geldsorgen haben, denn sonst würde er wohl nicht so etwas machen oder? Ich meine sein Blog läuft gut und Robert bestreitet mit diesem seinen Lebensunterhalt soweit ich weiß. Also warum sollte jemand das tun?
Ich meine ein Webentwickler gibt auch nicht seinen Freiberufler Job auf mit dem Namen “xyz”, um wieder genauso als Freiberufler anzufangen mit dem Namen “abc”. Er hat sich ja schließlich einen Namen gemacht und gibt nur diesen auf.
Wobei ich glaube, dass Robert denkt, er könne den Blog verkaufen und durch seinen Namen gehen die Leute auf seinen neuen Blog. Somit hat er nur den Namen geändert und extra Kohle bekommen. Doch ich denke nicht das diese Taktik aufgeht