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	<title>Kai Thrun &#187; Rechtliches</title>
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		<title>Ltur, Piratenpartei, Dubai und ein fragliches Angebot</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 14:00:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Thrun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
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		<description><![CDATA[Über Twitter bin ich darauf aufmerksam geworden, dass Reiseveranstalter l’tur mit der Piratenpartei wirbt. In dem Banner heißt es »Noch besser als 15 Sitze im Parlament? 15 Plätze am Strand!« &#8211; Ich würde hier zwar bemängeln, dass die Wortwiederholung nicht stattfindet, aber ich bin kein Texter. Und es geht auch nicht um die Piratenpartei, sondern ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über Twitter bin ich darauf aufmerksam geworden, dass Reiseveranstalter l’tur mit der Piratenpartei wirbt. In dem Banner heißt es »<em>Noch besser als 15 Sitze im Parlament? 15 Plätze am Strand!</em>« &#8211; Ich würde hier zwar bemängeln, dass die Wortwiederholung nicht stattfindet, aber ich bin kein Texter. Und es geht auch nicht um die Piratenpartei, sondern um irreführende Werbung.<br />
<span id="more-1824"></span></p>
<p><img src="http://derwebarchitekt.de/wp-content/uploads/ltur-piratenpartei-dubai.jpg" alt="Ltur Banner Dubai" title="ltur-piratenpartei-dubai" width="110" height="311" class="alignright size-full wp-image-1825" />Das Angebot selbst bringt mich zum Grübeln. Aus einem einfachen Grund. Es wird dort ein Angebot gemacht, dass ich für 599 Euro 7 Tage lang in Dubai Urlaub mache. Ich guckte nicht schlecht, denn als Hotel wurde <a href="http://www.rotana.com/centrohotels/unitedarabemirates/sharjah/centrosharjah">Centro Sharjah</a> angegeben. Ich schaute kurz, wo das Centro Sharjah liegt um sicherzugehen. Ltur bietet hier eine Kartenansicht, nur ein Klick entfernt (bei aller Kritik, das finde ich gut gelöst). </p>
<p>Meine Vermutung bestätigte sich. Das Centro Sharjah liegt, wie der Name schon sagt, in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schardscha">Sharjah (Schardscha)</a>. Sharjah ist eines der 7 arabischen Emirate, welches 2 Küstengebiete als Besonderheit hat. So wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dubai">Dubai</a> das bekannteste und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Dhabi" title="Abu Dhabi">Abu Dhabi</a> das größte Emirat ist. Emirate sind ähnlich eines Fürstentums zur Vereinfachung nehme ich Bundesländer. In einer kleinen Runde auf Google+ habe ich Berlin und Potsdam genommen &#8211; ich denke, dies trifft es ganz gut. Sharjah als gleichnamige Hauptstadt des Emirates hat etwa 800.000 Einwohner. </p>
<div id="attachment_1826" class="wp-caption aligncenter" style="width: 481px"><img src="http://derwebarchitekt.de/wp-content/uploads/centro-sharjah.jpg" alt="Centro Sharjah Kartenansicht" title="centro-sharjah" width="471" height="182" class="size-full wp-image-1826" />
<p class="wp-caption-text">Kartenansicht bei Ltur</p>
</div>
<p>Der Anflug erfolgt zum Dubai International Airport. Per Transfer geht es dann ins Hotel nach Sharjah, im Emirat Sharjah. Gebucht habe ich aber Dubai. Zumindest stand das auf dem Banner drauf. Da stand »<strong>Dubai ab 599 Euro</strong>« und nicht »in der Nähe von Dubai«. Dafür habe ich beim Centro Sharjah auch den <a href="http://www.shj-airport.gov.ae/">Sharjah International Airport</a> um die Ecke. Das Hotel liegt nämlich am selbigen. Allerdings werden Inlandsflüge und Mittelstreckenflüge abgewickelt. Es gibt wohl auch Flüge nach Westeuropa, allerdings nicht direkt nach Deutschland. Egal. </p>
<p>Der Dubai Airport liegt etwa 13km vom Hotel entfernt. In östlicher Richtung, das ist für den Besucher wichtig. Dies kommt nämlich zum Tragen, wenn ich auf Sightseeingtour gehen möchte. Bis zum Burj Khalifa ist es nicht weit. Sollte jemand mit dem Hotel auf die Idee kommen, sich das <a href="http://www.atlantisthepalm.com" title="Atlantis, The Palm">Atlantis, The Palm</a> auf der Jumeriah Palm anzusehen, wäre man mit etwa einer Stunde Fahrzeit gut bedient. Einzuplanen sollte man eher 1,5 Stunden, bis man auf der Palme das Ende erreicht, dauert auch ein wenig. </p>
<div id="attachment_1827" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img src="http://derwebarchitekt.de/wp-content/uploads/atlantis-thepalm.jpg" alt="Atlantis, The Palm" title="atlantis-thepalm" width="470" height="313" class="size-full wp-image-1827" />
<p class="wp-caption-text">Atlantis, The Palm. Einen Ausflug wert.</p>
</div>
<p>Was mich letztlich sprichwörtlich auf die Palme bringt, ist die Tatsache, dass bei der Reisebestätigung auch nicht mehr die Rede von Dubai ist. Reiseziel ist Sharjah. Zielflughafen ist Dubai. Da frage ich mich wirklich, wie das der Konsument unterscheiden soll? </p>
<div id="attachment_1828" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><img src="http://derwebarchitekt.de/wp-content/uploads/ltur_agenbot.jpg" alt="" title="ltur_agenbot" width="470" height="177" class="size-full wp-image-1828" />
<p class="wp-caption-text">Reiseziel ist Sharjah oder Dubai? Vielleicht beides?</p>
</div>
<p>Ich konnte bisher leider kein Gerichtsurteil dazu finden, wie und ob dieser Sachverhalt legitim ist. Ich finde es eine Sauerei. Sicher kennen die Leute Dubai und nicht Sharjah. Wenn ich aber Franken buche, möchte ich nicht in Bayern landen. </p>
<p>Letztlich muss ich sagen, dass es mich einige Zeit gekostet hat, um den Sachverhalt etwas aufzubröseln. Ich würde allerdings bei einer Reisebuchung nicht auf die Idee kommen zu hinterfragen, ob denn das angegebene Reiseziel auch das Reiseziel ist. Oder ob dies nur in der Nähe liegt. Daher halte ich das Werbemittel für irreführend, ob das ein Gericht auch so sehen würde, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt Papier.<br />
IANAL. (I am not a lawyer)</p>
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		<title>Gastbeitrag: Alles per Handschlag?</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 07:04:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Thrun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
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		<description><![CDATA[Als frischgebackener Freelancer möchte ich den ersten Kunden die Zusammenarbeit so einfach wie möglich machen. Schließlich habe ich noch keinen Vertrauensvorschuss, muss eventuell sogar einen Troll abschießen, den mein Kunde von einem Kollegen mitbekommen hat. So bin ich denn auch versucht, die ersten Aufträge mit Handschlag und Kopfnicken zu besiegeln, Hauptsache überhaupt einen Abnehmer gefunden. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als frischgebackener Freelancer möchte ich den ersten Kunden die Zusammenarbeit so einfach wie möglich machen. Schließlich habe ich noch keinen Vertrauensvorschuss, muss eventuell sogar einen Troll abschießen, den mein Kunde von einem Kollegen mitbekommen hat. So bin ich denn auch versucht, die ersten Aufträge mit Handschlag und Kopfnicken zu besiegeln, Hauptsache überhaupt einen Abnehmer gefunden. Doch was, wenn der Kunde unmögliche Forderungen stellt, den Preis drückt oder am Ende gar nicht zahlt?<br />
<span id="more-1552"></span><br />
Gerade am Anfang bin ich selten in der Lage einzuschätzen, wie der Kunde mein Angebot verstanden hat. So nimmt er denn auch häufig an, dass beispielsweise wenn kein Termin vereinbart wurde, das Projekt innerhalb der nächsten paar Tage fertig ist. Wie viel Aufwand kann es schließlich sein, so eine Website zu programmieren, richtig? Kann man heutzutage ja sicher alles am Computer zusammen klicken. Überhaupt, ich mache das Projekt doch aus Spaß an der Freude, spiel&#8217; ja gerne an meinem Computer. Deswegen will ich bestimmt auch bloß ein paar Euro Taschengeld haben.</p>
<div id="attachment_1562" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><img src="http://derwebarchitekt.de/wp-content/uploads/handschlag.jpg" alt="" title="Handschlag" width="240" height="126" class="size-full wp-image-1562" />
<p class="wp-caption-text">Alles per Handschlag?</p>
</div>
<p>Schnell gehen Vorstellungen und Realität auseinander, und die bittere Wahrheit ist: es ist nicht die Aufgabe des Kunden, uns Parameter für die Arbeit vorzugeben, oder sich zu erkundigen wie viel Aufwand in dem Projekt steckt. Wir lernen den Betrieb und die Prozesse des Kunden kennen, nicht umgekehrt; dafür werden wir letzten Endes bezahlt. </p>
<p>Und damit wir schlussendlich auch tatsächlich entlohnt werden ist es wichtig, die Erwartungen des Kunden gleich von Anfang an mit der Realität abzugleichen. Später verhandeln, und sei es nur über Selbstverständlichkeiten, bringt uns immer in die schwächere Position und lässt den Kunden an unserer Professionalität zweifeln, uns eventuell öffentlich mies machen und versuchen die Zahlung zu verweigern. Das kann und darf nicht sein, denn dann haben wir erst recht das erworbene Vertrauen verspielt, und der nächste Troll ist geboren.</p>
<p>Wenn die allgemeine Chemie stimmt und der Kunde weder desinteressiert noch übermäßig aggressiv wirkt, sollten diese Eckdaten in jedem Fall klar festgelegt sein:</p>
<h3>Wer ist/sind die verantwortlichen Ansprechpartner?</h3>
<p>Wenn die Praktikantin maßgebliche Entscheidungen treffen soll muss das unbedingt im Vorfeld fest gelegt werden. Andernfalls wird der Kunde Euch die Schuld geben, dass vom Briefing abgewichen wurde. Stellt klar, dass Ansprechpartner zeitnah erreichbar sein müssen, um das Projekt nicht auszubremsen. Beachtet auch, dass mehrere Entscheider auch mehr Änderungswünsche bedeuten, speziell wenn sich diese untereinander nicht absprechen (was selbst innerhalb des selben Unternehmens häufig der Fall ist)! Bei mehr als 3 Involvierten solltet Ihr zusehen dass diese sich auf Einen einigen, oder den Auftrag ablehnen.</p>
<h3>Welchen Umfang hat das Projekt?</h3>
<p>Hier wird abgesprochen, welche Arbeiten Bestandteil des Projektes sind und welche nicht. Außerdem ist zu klären, welche Arbeiten von wem erbracht werden. Zahllose Aufträge enden im Limbo, weil im Vorfeld beispielsweise nicht klar ist wann und von wem der Content geliefert wird. Ist es eine Agentur, klärt wer diese zu welchem Preis beauftragt. Ist es der Kunde, muss es dafür eine Deadline geben die im Idealfall vor Projektbeginn liegt (damit man im schlimmsten Fall doch noch eine Agentur beauftragen kann).</p>
<h3>Wie viel Zeit veranschlagt ihr für die Fertigstellung?</h3>
<p>Ausgehend vom Umfang solltet Ihr eine Schätzung abgeben können, bis wann die Arbeit fertig gestellt ist. Schätzt lieber konservativ als Eure eigene Deadline zu verpassen. Bedenkt unbedingt auch die Zeit die Ihr mit sekundären Aufgaben wie Recherche oder Projektmanagement verbringt &#8211; teilweise sind diese Projektbestandteile zeitaufwändiger als die eigentliche Fertigstellung, speziell wenn der Kunde unentschlossen oder schwierig ist. Legt Milestones mit jeweils eigenen Deadlines fest und teilt diese dem Kunden mit. Ein klarer Plan schafft Vertrauen, beide Seiten können prüfen ob das Projekt im Zeitplan ist.</p>
<p>Zusätzlich solltet Ihr hier Vereinbarungen treffen, was bei einem Überschreiten der Deadline passiert. Ihr solltet Euch verpflichten, den Kunden von Euren Forderungen freizustellen, wenn Ihr Euren Zeitplan deutlich überschreitet (bspw. mehr als 50%). So muss er nicht fürchten, dass er im schlimmsten Fall bis an den Sanktnimmerleinstag an Euch gebunden ist. Je nach Projektstand kann auch eine Teillieferung in Frage kommen.</p>
<h3>Wie viel kostet der Spaß?</h3>
<p>Als Anfänger müssen irgendwo Zugeständnisse gemacht werden, und dies ist meist der richtige Ort dafür. Ihr habt die Wahl ob Ihr Stundensätze oder einen Festpreis vereinbart. Erstere sind für Euch sicherer und transparenter, können aber das Projekt ausbremsen, wenn der Kunde knapp bei Kasse ist. Festpreise hingegen sind für den Kunden einfach kalkulierbar und er muss sich keine Sorgen machen, dass Ihr ihm zu viele Stunden berechnet &#8211; so lässt sich Vertrauen herstellen. Beachtet aber, dass Ihr bei Festpreisen im Zweifel drauflegt, wenn Ihr länger braucht als erwartet. Speziell wenn Euch die Erfahrung fehlt den Umfang richtig einzuschätzen ist des Öfteren Lehrgeld fällig (vergesst nicht Discovery/Recherchephasen, Rebriefings und Projektmanagement!).</p>
<p>Sind dem Kunden die Festpreise zu hoch, seid bereit den Projektumfang zu verkleinern um sein Budget vorerst weniger zu belasten. Ist der Kunde grundsätzlich nicht bereit euren Preis zu bezahlen, ist es gut das jetzt zu erfahren anstelle nach Fertigstellung. Bedankt Euch für das Gespräch und geht.</p>
<p>Schlägt der Kunde ein, solltet Ihr eine Anzahlung fordern, die je nach Volumen zwischen 10 und 50% liegt. Dies stellt erstens sicher, dass Ihr nicht den ganzen Schaden schultert wenn das Projekt durchfällt, hat aber auch einen wesentlichen psychologischen Effekt auf den Auftraggeber: Wenn schon Geld rein investiert wurde hat der Kunde ein wesentlich größeres Interesse den Auftrag zu Ende zu bringen als wenn er erst nach Abschluss die Rechnung bekommt. Obendrein verringert sich die Summe der letzten Rechnung, was ebenfalls zu weniger Diskussionen führt.</p>
<h3>Was ist mit Nachbesserungen und Sonderwünschen?</h3>
<p>Last but not least kümmern wir uns um das Thema feature creep; Funktionen oder Eigenschaften die dem Kunden grundsätzlich kurz vor Fertigstellung einfallen, die aber unbedingt integriert werden müssen. Eine kleine Anzahl an Nachbesserungen sollte bereits in Eurer Kalkulation enthalten sein &#8211; müsst Ihr das halbe Projekt neu starten um die Änderungen einzubauen fällt dies nicht unter Nachbesserungen und muss gesondert abgerechnet werden. Teilt dem Kunden mit, wie häufig und wie lange Ihr Nachbesserungen bearbeitet. Für Überschreitungen des Limits vereinbart Ihr einen Stundensatz.</p>
<h3>Wann wird das fertige Produkt übergeben?</h3>
<p>Versteht sich eigentlich von selbst, wird aber trotzdem immer wieder falsch gemacht. Sofern es nicht aus Dringlichkeit (die der Preis immer auch reflektieren sollte) anders vereinbart wurde, übergebt Ihr das Produkt sobald Ihr die Rechnungssumme auf Eurem Konto verbucht habt.</p>
<h3>Zu guter Letzt</h3>
<p>Ein mündlicher Vertrag ist bindend, es steht aber im Zweifel Euer Wort gegen das des Kunden. Hat er seinen Friedrichwillem darunter gesetzt besteht zumindest eine moralische Verpflichtung. Aber auch schriftlich unter die Nase gehalten wird ein unzufriedener Kunde Euch flöten gehen und es im schlimmsten Fall auf den Rechtsweg ankommen lassen. Ich kann nicht deutlicher betonen, wie wichtig es ist sicher zu stellen, dass Ihr mit dem Kunden in Bezug auf alle Punkte absolut auf einer Wellenlänge liegt &#8211; auch und gerade mit Bekannten und Verwandten. So vermeidet Ihr später auftretende Querelen von vornherein, und schließt das Projekt pünktlich, professionell und zur Zufriedenheit aller Beteiligten ab.</p>
<p><em>Der Gastbeitrag wurde von Berthold Barth verfasst.</em><br />
<img src="http://derwebarchitekt.de/wp-content/uploads/berthold_barth.jpg" alt="" title="berthold_barth" width="101" height="120" class="alignleft size-full wp-image-1555" />Berthold (@bertholdb) ist ehemaliger Informatik-Student und IT-Unternehmer und steht kurz vor seinem Abschluss als Mediengestalter mit Schwerpunkt Konzeption &#038; Visualisierung. Er spricht, schreibt, übersetzt und gestaltet und sucht eine neue Wirkungsstätte in Trainee- oder Juniorpositionen. Mehr Artikel (auf Englisch) hier: <a href="http://www.berthold-barth.de/">http://www.berthold-barth.de/</a></p>
<p>Danke Berthold für dein Engagement.</p>
<p>Bildnachweis: <a href="http://www.flickr.com/photos/mecklenburg/3717505585/">Thomas Köhler, Flickr</a></p>
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		<title>Abmahnungen: elendes Übel oder gutes Recht?</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 07:35:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Thrun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Woche war sicher die sichtbare Spitze des Eisberges, was die fleißigen Gerichtsurteile anbelangt. Ich kann mich der Hysterie jedoch irgendwie nicht anschließen. Ich bin kein Rechtsanwalt und zehre aus der Erfahrung, vis-a-vis mit der Nummer 3 der Top-Abmahner Deutschlands am Tisch gesessen zu haben. Die Frage, die @Missfeldt in die Runde wirft, elendes Übel ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche war sicher die sichtbare Spitze des Eisberges, was die fleißigen Gerichtsurteile anbelangt. Ich kann mich der Hysterie jedoch irgendwie nicht anschließen. Ich bin kein Rechtsanwalt und zehre aus der Erfahrung, vis-a-vis mit der Nummer 3 der Top-Abmahner Deutschlands am Tisch gesessen zu haben. Die Frage, die @Missfeldt in die Runde wirft, <a href="http://www.webmasterfriday.de/blog/abmahnungen-elendes-uebel-oder-gutes-recht">elendes Übel oder gutes Recht</a>, kann ich nur mit &#8220;beides&#8221; beantworten.<br />
<span id="more-1183"></span></p>
<h3>Generelles</h3>
<p>Ich halte Abmahnungen zwar ansich schon für ein Unwort, aber was gibt es nicht sonst noch für tolle Wörter in unserer Sprache. Das Problem bei einer Abmahnung ist m.E. nach, dass Sie sich verhält wie eine Medaille. Sie hat immer zwei Seiten. Wenn also irgendwo im Netz ein Hilferuf aufpoppt, dann gilt es erst mal kurz zu analysieren. Was ist passiert, wer hat sich des Anwaltes betätigt und letztlich worum geht es überhaupt. Die Hysterie entsteht ja meist dadurch, dass sich Goliath irgendwo an David auslässt. Ich denke, da liegt auch eine gewisse Unstimmigkeit.</p>
<h3>Das Gesetz der Verhältnismäßigkeit</h3>
<p>Wer beim Bund gewesen ist, wird es oft gehört haben &#8220;<em>handeln Sie nach dem Gesetz der Verhältnismäßigkeit</em>&#8220;. Dies würde dem einen oder anderen Unternehmen auch gut tun. Ich halte es für einen &#8220;moralischen&#8221; Unterschied, ob ich z.B. meine Markenrechte gegenüber einem Marktbegleiter vertrete oder gegenüber einem privaten Haushalt. Ähnlich verhält es sich mit der Herangehensweise. Das Problem bei Abmahnungen ist, dass in vielen Fällen sich zu wenig Zeit genommen wird. Zeit, die man in der schnelllebigen &#8220;Global-Everything-Just-in-Time&#8221;-Epoche nicht zu haben scheint. </p>
<h3>Das Übel</h3>
<p>Manche nennen es Abmahnindustrie, ich mag dieses Wort nicht, auch wenn es sie geben mag. Letztlich ist es das Übel. Das Netz scannen nach Fehlern und raus mit dem Schreiben. Ich sehe da den Gesetzgeber in der Pflicht <strong>endlich</strong> zu handeln und dem einen Riegel vorzuschieben. Darüber hinaus sehe ich es auch als Gesellschaftsproblem. Zugegeben, dass ist weit hergeholt. Aber ganz abstrakt, diese Rechtkeilerei ist allgegenwärtig. Ich kann mich an Geschichten erinnern, von &#8220;früher&#8221;. Wenn es da einen Konflikt gab, hat man sich gestritten und später vielleicht vor Gericht wiedergesehen. Dieser Schritt wird heute ausgelassen. Gestritten wird nicht mehr. Unabhängig, ob es im Internet ist, ich falsch parke oder in einer Bar sitze. </p>
<h3>Gutes Recht</h3>
<p>Gutes Recht ist eine Abmahnung jedoch auch. Wie oben schon angerissen, wenn z.B. Markenrechte verletzt werden oder Urheberrechte. In welcher Form auch immer. Der Grundgedanke sollte sein, eine gewisse Verhältnismäßigkeit herzustellen. Ich sehe z.B. als äußerst fragwürdig an einen Schüler mit einem Rechtsanwaltsschreiben zu konfrontieren. Der berühmte Patscher auf die Finger tut es in der Regel auch. Es ist aber auch zweifelsohne schwierig zu erkennen, wer oder was dahinter steckt, wenn sich nicht gerade eine Geschäftsform im Impressum wiederfindet. </p>
<h3>Eigene Erfahrung</h3>
<p>Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich in 14 Jahren Internet &#8220;verschont&#8221; geblieben zu sein. Ich habe zwar hier und da <strong>richtig</strong> auf den Deckel bekommen inkl. allem drum und dran, aber abgemahnt wurde ich nie. Das liegt aber auch wohl eher daran, dass Ende der 90er die Bemühungen eines Anwalts noch nicht populär gewesen ist. Die letzte Konfrontation mit dem Thema war im letzten Jahr als eine Düsseldorfer, als nicht sonderlich zimperlich geltende, Firma mir &#8220;drohte&#8221; mich abzumahnen. Gut, es ist immer ein Spiel mit dem Feuer, wenn man sich hier und da über ein Unternehmen negativ äußert. In dem Fall sah die Geschäftsleitung letztlich davon ab. Ich bot Ihnen an, mich aus Willkürlichkeit abzumahnen mit guten Aussichten den Prozess zu verlieren. Im Gegenzug hätte ich Ihre Urheberrechtsverletzungen bei den betroffenen Unternehmen eingereicht und der Verfolgung Nachdruck verliehen. Da bin ich ja dann Kumpel! </p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Ich denke, es täte beiden Lagern ganz gut weniger Hysterie in dieses Thema zu stecken. Ich meine @joomla_aktuell hatte die Woche eine Abmahnung auf dem Tisch. Das wurde binnen eines Tages geklärt. Geht doch.<br />
Ich sehe den Gesetzgeber in der Pflicht der Maschinerie &#8220;Abmahnwelle&#8221; einen Riegel vorzuschieben. In welcher Form man dies tut und was dazu benötigt wird, kann ich nicht sagen. Damit mögen sich die Damen und Herren beschäftigen, die über genügend Fachkompetenz verfügen. </p>
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		<title>So funktionieren die DNS-Sperren von Zensursula</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 11:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Thrun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Beschreibung der DNS-Sperren von Zensursula anhand von Lego-Figuren. Super erklärt! Auch wenn Darth Vader als bösen Mann &#8220;unglücklich&#8221; gewählt finde]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beschreibung der DNS-Sperren von Zensursula anhand von Lego-Figuren. Super erklärt! Auch wenn Darth Vader als bösen Mann &#8220;unglücklich&#8221; gewählt finde <img src='http://kaithrun.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div class="piccenter"><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/GUT_o23zqdk&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/GUT_o23zqdk&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></div>
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		<title>GoogleAdwords und das Markenrecht</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 08:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Thrun</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die spannende und rechtlich interessante Frage, ob die Nutzung fremder geschützter Kennzeichen (Marken, Unternehmensbezeichnen) als Keywords im Rahmen der von der Suchmaschine Google eröffneten Möglichkeit der Werbung mit sog. AdWord-Anzeigen eine Verletzung von Rechten der entsprechenden Rechtinhaber ist, ist durch den Bundesgerichtshof am 22.01.2009 wider erwartend nicht abschließend geklärt worden. Die wichtigste Entscheidung, ob die ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die spannende und rechtlich interessante Frage, ob die Nutzung fremder geschützter Kennzeichen (Marken, Unternehmensbezeichnen) als Keywords im Rahmen der von der Suchmaschine Google eröffneten Möglichkeit der Werbung mit sog. AdWord-Anzeigen eine Verletzung von Rechten der entsprechenden Rechtinhaber ist, ist durch den Bundesgerichtshof am 22.01.2009 wider erwartend nicht abschließend geklärt worden.<br />
Die wichtigste Entscheidung, ob die Nutzung einer fremden Marke eine Markenverletzung darstellt, ist nicht entschieden und den Europäischen Gerichtshof zu abschließenden Klärung vorgelegt worden. Dies teilt der an dem Verfahren beteiligte Rechtsanwalt Claus Volke von der  <a href="http://www.volke2-0.de" target="_Blank" title="Kanzlei volke 2.0">Kanzlei volke2.0</a> in einem Beitrag für den <a href="http://www.shopbetreiber-blog.de/2009/01/22/bgh-legt-adwords-frage-dem-eugh-vor-gastbeitrag-eines-verfahrensbeteiligten" target="_blank">Shopbetreiber-Blog</a> mit.</p>
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		<title>Musterverträge für Webworker</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 18:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Thrun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rechtliches]]></category>
		<category><![CDATA[www]]></category>
		<category><![CDATA[kostenlos]]></category>
		<category><![CDATA[recht]]></category>
		<category><![CDATA[verträge]]></category>
		<category><![CDATA[vertragstexte]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer kennt es nicht, das Problem mit den Verträgen. Ein Anwalt ist meist zu kostspielig. Selbst was zusammen frickeln nicht befriedigend. RA Michael Seidlitz mache mich auf die Vertragstexte der Härting Rechtsanwälte aufmerksam. Um es in einem Wort zu beschreiben: phänomenal! Wer einen Vertrag z.B. zu Webdesign, Bannerverkauf, einen Wartungsvertrag, Content oder Software benötigt, sollte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer kennt es nicht, das Problem mit den <strong>Verträgen</strong>. Ein Anwalt ist meist zu kostspielig. Selbst was zusammen frickeln nicht befriedigend. <a href="http://www.ms-recht.de" target="_blank" title="Rechtsanwälte Micheal Seidlitz">RA Michael Seidlitz</a> mache mich auf die Vertragstexte der <a href="http://haerting.de" target="_blank" title="Härting Rechtsanwälte">Härting Rechtsanwälte</a> aufmerksam. Um es in einem Wort zu beschreiben: <strong>phänomenal</strong>!<br />
Wer einen Vertrag z.B. zu <strong>Webdesign</strong>, <strong>Bannerverkauf</strong>, einen <strong>Wartungsvertrag</strong>, <strong>Content </strong>oder <strong>Software </strong>benötigt, sollte dort auf jeden Fall mal vorbeischauen.<br />
Natürlich sind hier einige Regeln einzuhalten: </p>
<ol>
<li>die Verträge sind nur im Eigengebrauch zu verwenden</li>
<li>der Copyright-Hinweis muss bestehen bleiben</li>
</ol>
<p>Ich denke aber, dass sich beide Punkte von selbst verstehen.</p>
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