Die 100€-Schnapsidee auf Twitter und was ihr daraus lernen könnt(et)
geschrieben am 13.Juli 2010
Manchmal kommt es anders, besonders als man denkt. Ich habe meinen 25000. Tweet versteigert und er ging an @online_pkv_de. Hier nochmals mein aufrichtiger Dank an alle Beteiligten, die unterwegs auf der Strecke geblieben sind. Es gab während der Aktion einige Twitteratis, die ein Gebot abgaben aber durch die “Zeitversetzung” unter dem aktuellen Höchstgebot blieben. Auch euch gilt mein Dank, denn ihr habt einen nicht unerheblichen Teil dazu beigetragen, dass die Aktion weiter gereicht wurde.
Ich möchte jetzt aber weder Lobhudeleien oder blöden Beifall bekommen. Es geht mir darum aufzuzeigen, dass man auch im kleinen Rahmen was bewegen kann. Klar, mein Twitter-Account steht für viel Schwachsinn, wäre ja nicht ganz unbewusst so.
100€ Na und?
Der ein oder andere “Typ” wird jetzt sagen “Na und? Was sind schon 100€?” – 100€ sind 100€ sind … dann pack doch deine 100€ auch noch mit drauf? Wie wär’s? Ach doch nicht? Wenn sich übrigens 6 Leute finden, denen 100€ egal sind – ich würde mir davon ein iPad kaufen. Im Ernst. 100€ macht man nicht zwingend sofort locker, einfach so als Gag oder als Spende. Oder lasst es mich so formulieren: nicht für jeden Zweck. Ich finde es jedoch wichtig, dass die Menschen, die sich schon die ehrenamtliche Mühe machen eben nicht im Regen stehen gelassen werden. Kleine Geschenke erhalten eben die Freundschaft.
Erfolg
Was ich mit diesem Posting eigentlich bezwecken möchte ist, dass ihr nicht in Scharen nun eure Tweets verhökert, sondern vielleicht einfach mal aufhört in Zahlen zu denken. Die Leute vom Tierschutzverein haben sich nämlich gefreut wie Bolle, was mir ein wohlwollendes Gefühl zurück gab. Ähnlich verhält es sich mit dem SummerCamp. Die Frage ist nicht wie viele kommen, sondern wer kommt. Ich hatte diesbezüglich auf dem WordCamp mit einem Besucher ein Gespräch, er plane eine Aktion, sei sich aber nicht sicher. Ich las gestern, er hat für seine Aktion inzwischen 20 Leute begeistern können.
Traut euch
Kommt aus’m Knick, traut euch. Fail to sucess. Nennt es wie es wollt, aber so lange ihr immer auf die Teller anderer schaut, kommt ihr nie mit dem Hintern hoch. Es ist völlig egal was andere machen, wichtig ist doch, dass ihr ein Ziel verfolgt. Sei es nun so ein Schnellschuss, wie einen Tweet versteigern oder whatever. Unterhaltet euch mit ein paar Leuten im Vorfeld darüber, holt euch diskrete Anregungen und probiert es aus.
Zahlenschieber
Was euch bremst ist diese Zahlenschieberei – es ist völlig gleichgültig, wie viele Besucher Du auf deinem Blog hast oder im Twitter-Account. Mach dich davon frei, sofern Du mit den Dingen nicht dein Lohn und Brot verdienst.
Auf einem Blog ist es wesentlich unerheblicher. Warum? Wenn ich auf deinem Blog bin und den Artikel lese, habe ich a) deinen Blog gefunden und b) den Artikel gelesen. Der Text wird nicht schlechter oder besser, wenn ihn 5 oder 5000 andere gelesen haben. Somit werdet Ihr auch den Grundstein für eine gesund wachsende Reichweite legen. “Trust me” ![]()


Karl Kratz schrieb:
13. Juli 2010 12:11Hey, war eine lustige Aktion – leider war ich zum Ende hin offline, hätte gerne noch einen draufgesetzt
Solche Aktionen lockern den Alltag wunderschön auf. Und wenn es dann auch noch für einen guten Zweck ist: Umso besser!
Bis demnächst mal wieder,
Karl
eyesdieler schrieb:
13. Juli 2010 18:12super geile Aktion hätte nicht gedacht das so eine Summe zustande kommt….respekt. Leider habe ich den 25.000 Tweet wohl verpasst was hat debn der edle Spender übermittelt ?
gruss maf