Facebook Privatsphäre-Einstellungen im Schnelldurchlauf

geschrieben am 14.Dezember 2010


Es gibt eigentlich genug Anleitungen im Netz, wie man sein Facebook-Profil etwas schützen kann. Wer sich bei Facebook registriert steht erst mal mit einem offenen Scheunentor da. Es ist alles für jeden sichtbar, weil es “sozialer” sei. Vorweg möchte ich sagen, wer seine Daten irgendwo im Netz hinterlässt, sollte sich dessen bewusst sein, dass er dies tut.

Ich führe hin und wieder Diskussionen über Facebook. Oftmals in Verbindung mit “ich finde das nicht gut, dass das jeder einsehen kann”. Meine Standardantwort ist dann meist “Wieso? Kannst du doch einstellen”.

Ich möchte im Folgenden aufzeigen, wie man mit schnellen Handgriffen die wichtigsten Sachen “in den Griff” bekommt. Inzwischen bin ich wieder über die Facebook-Suche “öffentlich” erreichbar. Das heißt, wenn jemand nicht angemeldetes bei Facebook nach mir sucht, bekommt er mein Profil zu sehen. Auch dies kann man verhindern. Dazu aber später mehr.

Mein Facebook-Profil über die öffentliche Suche

Ein Punkt, der gern übersehen wird, ist bereits unter “auf Facebook vernetzen” zu finden. Dieser Punkt wird übersehen, da man durch der Fokus direkt auf die darunterliegende Tabelle von “Inhalte auf Facebook teilen” gerichtet ist. Als böse Zunge könnte man nun behaupten, dass sei so gewollt. Eventuell ist es sogar so, ich weiß es nicht.

Da kann man drüber hinwegsehen - sollte man aber nicht

Unter dem Punkt auf Facebook vernetzen befinden sich die Einstellungen, die ich benötige, um mein Profil vor neugierigen Blicken zu schützen. Insbesondere der letzte Punkt sollte Beachtung finden, da er eine ganze Rutsche an Informationen bereit hält. Wer sich nicht sicher ist, wie das Profil nun ausschaut, kann dies in der Vorschau testen. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass “auf Facebook vernetzen” oft unter geht. Die Privatsphäre-Einstellungen beschränken sich eben nicht nur auf den Inhalt, den ihr im Netzwerk teilt.

In den Privatspähre-Einstellungen, die das Verhalten im Netzwerk bestimmen, kann ich neben “alle” (Scheunentor), Freunde von Freunden, nur Freunde, der Facebook Empfehlung (haha) oder benutzterdefiniert wählen. Ich habe mich hier für benutzerdefiniert entschieden, da ich eine Liste habe, die keinen Content von mir erhält. Wie man dies genau einrichtet, könnt ihr bei @Caschy nachlesen. Wer oder ob man das benötigt, muss letztlich jeder für sich entscheiden.

Unter der Tabelle befindet sich ein Punkt “Anwendungen, Spiele und Webseiten”. Etwas irreführend, denn genau dort findet ihr (wieder) als letzten Punkt die öffentliche Suche. Wer nicht über die öffentlichen Suche bei Facebook gefunden werden möchte, sollte das Häckchen an der Stelle entfernen. Ich halte den Rest für selbsterklärend. Ein Klick in die Einstellung “Informationen, die durch Freunde zugänglich sind” könnte ebenfalls nicht schaden.

Man muss ja nicht zwingend alles rausgeben

Eigentlich ist es recht simpel, man muss sich allerdings einfach die Mühe machen und sich mit dem Thema mal 15 Minuten auseinander setzen.

Falls jemand nun in die missliche Lage kommt und dank dem kastrierten Profil und dem Ausschluß aus der öffentlichen Suche keine neuen Freunde mehr bekommt, dem sei gesagt: Kein Grund zur Panik! Speichere dir einfach diesen Link und ruf von Zeit zu Zeit ein paar Leute an, gratuliere ihnen und frage, ob ihr nicht Freunde werden möchtet.