Facebook versucht es mit Offenheit: Wie wird das Geld verdient?
geschrieben am 22.Dezember 2011
Facebook zeigt sich in Moment von einer ganz neuen Seite. Apropos neue Seite, diese wurde nun online gestellt und dient dazu dem Nutzer zu sagen, wie Facebook sein Geld verdient. Relativ trocken heißt es auf »Über das Werben auf Facebook«, dass man das sich nach Pay per View entlohnen lässt.

Die dazugehörige FAQ umfasst nicht sonderlich viele Fragen:
- Stimmt es, dass Facebook meinen Namen und meine Kontaktdaten verkauft, um Geld zu machen?
- Was sind gesponserte Meldungen? Wie unterscheiden sie sich von Werbeanzeigen?
- Ich klicke nie auf Werbeanzeigen. Warum zahlen Unternehmen also dafür, dass sie auf Facebook gezeigt werden?
- Verwendet Facebook meinen Namen oder mein Foto in Werbeanzeigen?
- Ich möchte keine Werbeanzeigen auf Facebook sehen. Wie kann ich sie abstellen?
- Wie kann ich ändern, welche Werbeanzeigen ich sehe?
Über den folgenden Passus musste ich allerdings schmunzeln, so heißt es auf der Seite
Du kannst festlegen, welche Werbeanzeigen dir gezeigt werden
Anders als bei Werbeanzeigen im Fernsehen kannst du dieWerbeanzeigen, die du auf Facebook siehst, beeinflussen. Du siehst etwas, das dich nicht interessiert? Klicke auf das „X“ und es verschwindet.
Da wird sich der User sicherlich freuen, denn dass man hierdurch natürlich auch das Targeting der Werbeanzeigen immens verbessert, wird (erwartungsgemäß) verschwiegen. Das möchte ich dem Netzwerk nicht ankreiden aber auch nicht unkommentiert stehen lassen. Die Seite ist nicht für Marketingleute gemacht.
Falls ihr Facebook in Englisch nutzen solltet, gibt es noch ein Video mit Emmi dazu, die euch in 1:30 erzählt, was auf der Seite steht. Ob es bei diesem kleinen Umfang des Fragenkatalogs bleiben wird, ist derzeit nicht abzusehen.
Es wäre wünschenswert, wenn demnächst etwas weniger SCAM durch die Timeline fliegen würde. Hoffen wir das Beste.



Nikolay (@muenchnermedien) schrieb:
22. Dezember 2011 23:53Die Werbemöglichkeiten auf Facebook finde ich grundsätzlich in Ordnung. Wer sich jedoch ernsthaft den Kopf darüber zerbricht, dass Facebook womöglich mit verdeckt-verbesserten Targeting-Funktionen “Jagd auf die User macht”, der sollte seine Gedanken etwas nutzvollerem widmen. Jedem Facebook Nutzer sollte von Beginn an klar sein, dass sämtliche Daten und Online-Aktivitäten von ihm gespeichert werden – und das vom ersten Tag an! Nicht nur innerhalb von Facebook, sondern auch durch externe Webseiten. Den Cookies sei Dank