Google+ Businessprofil in der Glaskugel
geschrieben am 27.Juli 2011
Gestern Abend war Sascha Hüsing die These auf, dass Google+ Unternehmensprofile kostenpflichtig werden könnten. Eine interessante Steilvorlage um eine Diskussion anzustoßen. Ein neuer Volkssport seitdem es Foren gibt. Sascha aka @Hobbbes wurde gestern übrigens auch bei GoogleplusInside zum Thema befragt. Mit dieser These begründet er auch das Vorgehen von Google mit Unternehmensprofilen auf in Moment.

Eines der "wenigen" Google+ Unternehmensprofile
Es ist zwar durchaus richtig, dass Google für einige Unternehmenslösungen Geld verlangt. Ich denke aber, es wird sich auf dem Wege als schwierig erweisen. Google nimmt auf Youtube auch kein Geld mehr für einen Mediachannel. Seit dem 1.7.2011 hat Gogle auch ein damit verbundenes Mediabudget verworfen. Für die Erbsenzähler: Der Mediachannel war schon immer kostenlos, dass damit verbundene Medienbudget entfällt jedoch. Somit ist die „obligatorische“ Mindestausgabe von 25000 Euro ist nicht mehr nötig. Youtube scheint mir hier ähnlich wie Facebook ein gutes Beispiel zu sein.
Facebook hat ähnliche wie Youtube einen Vorteil. Ein riesiges Überangebot. Dieses Überangebot von Informationen, Produkten oder Branchen ist für den normalen Konsumenten schwer überschaubar. Daher wird i.d.R. auch ein Budget für Werbung innerhalb der Netzwerke einkalkuliert. Es bringt mir ja herzlich wenig eine Landingpage, Microsite, Aktionsseite für einen fünfstelligen Betrag eingekauft zu haben und „keiner geht hin“.
Google hat bei mir so viel „Credit“, dass ich Ihnen schon abkaufe, dass der Internetriese sich anschauen möchte, wie einige Unternehmensprofile damit umgeht. Es klingt etwas naiv, aber nichts ist so schwer zu glauben wie die Wahrheit. Immerhin befindet sich das Netzwerk in einem Feldversuch, also hinter einer weitverbreiteten Beta. Natürlich kann man nun argumentieren, dass es seit 2010 nur noch Beta als Produktstadium gibt. Google möchte natürlich sich recht einfach aus dem einen oder anderen Geplänkel raus halten – spart einfach Nerven und Ressourcen.
Wenn ich mir dieses Google+ so ansehe, rechne ich auch nicht mit einem „klassischen Unternehmensprofil“. Ich gehe davon aus, dass die vorhandenen Dienste mit eingebunden werden. Dies ist sicherlich ein Pluspunkt, den auch der Internetdino nicht außer Acht lässt. Ich bin gespannt, wie die Unternehmensprofile aussehen werden und mit welchen Funktionalitäten sie bestückt sind. Ich denke Google wird versuchen im indirekten Schritt Geld verdienen wollen. Ich könnte mir auch vorstellen über Apps. Für bestimmte Branchen. So wie ich bei Facebook eben auch Apps „hinzukaufen“ (über 3rd Party Dienstleister) kann.
Vermutlich ist der Gedanke derzeit etwas Brotlose Kunst. Insgesamt versuchen wir, und das ist wohl das größte Problem, Vergleiche mit dem vorhandenen zu ziehen. Vielleicht kommt aber etwas Neues. David Armano schreibt in »The Social Layer: Six Thoughts on Where Google Plus Is Going« in Punkt eins: GooglePlus ist kein soziales Netzwerk auch wenn es so aussieht und es sich so anfühlt. Nur ein Gedanke eines lesenswerten Artikels.



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