Blogger und Unternehmen kann schon mal ins Abenteuerland führen

PR, Blogger und Events: eine offene Frage

Kai Thrun Marketing & Werbung 6 Kommentare

Es wurde in der Vergangenheit viel über PR-Manager und dem Verhältnis zu Bloggern geschrieben. Ich komme hin und wieder in den Genuss eine solche Begegnung als nicht TechBlogger zu erhalten. Aber es gibt da noch eine für mich ungeklärte Frage, die ich gern an die lesenden PR-Manager weitergeben möchte. Versteht dies nicht falsch, es geht wirklich darum, diese Lücke zu schließen.

Blogger und Unternehmen kann schon mal ins Abenteuerland führen

Ich erhalte also Einladungen verschiedenster Art. Während Anfang 2010 die Einladungen noch sehr wild verliefen, hat sich das Feld langsam gesichert. Es gibt verschiedenste Liste an denen man sich orientieren kann. Viele Unternehmen haben ja inzwischen auch Erfahrungswerte gesammelt. In der letzten Zeit kamen einige Einladungen auf mich zu, die ich so nicht verstehe. Also ich sehe weder einen Vorteil für mich noch für das Unternehmen.

Bewerbungen

Ich verstehe es nicht, aber – und das meine ich ernsthaft – würde es gerne verstehen. Ich werde nun von einem Unternehmen oder einer Agentur aufgefordert, mich zu bewerben. Da muss ich wirklich fragen: warum?
Wieso soll ich mich bei euch, für euer Produkt oder eure Veranstaltung bewerben? Ihr habt doch scheinbar schon recherchiert, dass ich nach irgendwelchen Rastern für eine Promotion geeignet bin.

Ich bin ja bereit hinterher die Veranstaltung oder das Produkt zu dokumentieren, meinen Lesern vorzustellen und meine Meinung abzugeben. Gern. Backlinks und die Bühne meines Blogs für euch, gar kein Problem. Aber wieso ich mich bewerben soll, verstehe ich nicht. Wenn es eine Verifizierung ist, dass ich ins Raster passe, dann macht eure Hausaufgaben besser. Ihr wollt doch was von mir?

Vielleicht kann mir ein PR-Manager oder gern jemand aus einer Agentur (anonym?) schreiben, wieso man sich überlegt, dass sich ein Blogger bewerben soll. Wenn hinterher ein hochwertiges Produkt (1000€+) beim Blogger verbleiben kann, könnte ich ja noch verstehen, dass man sich eine Umfrage erkauft. Aber ohne dies? Ich verstehe es nicht, ich würde es aber gern! Ehrlich! Ich freu mich auf eure Aufklärung!

Kommentare 6

  1. Enrico

    Also bewerben würde ich mich auch nicht, wer kommt auf solche Ideen? Man muss aber auch ehrlich sein und sagen dass es durchaus sehr gute PR’ler auf diesem Gebiet gibt. Zuletzt hatte mich fischerappelt eingeladen und das lief wirklich wunderbar.

    Erst eine kurze Mail mit Datum, groben Thema und der Frage ob ich Interesse hätte. Dann die konkreten Infos, Versicherung der Reisekostenübernahme. Sogar ein Infopaket wurde mir zugeschickt, ebenso das Hotelzimmer gebucht.

    Ergebnis war ein sehr netter Abend den, so weit mir gesagt wurde, alle Beteiligten sehr positiv empfunden haben.

    Es gibt sie also, die guten PR-Agenturen

    1. Beitrag
      Autor
      Kai Thrun

      Eh Enrico, es geht mir nicht darum, ob es gute oder schlechte PR-Agenturen gibt.

      Ich habe die Aufforderung zur Bewerbung jetzt schon nicht nur einmal bekommen und die Firmen gehen hoch bis zum globalen Automobilhersteller. Aber darum geht es wie gesagt nicht. Irgendwer muss sich dabei ja etwas denken, und das verstehe ich nicht. Also Frage ich, wieso man so verfährt. That’s all.

  2. Enrico

    Nun, vielleicht leide ich an einer Wahrnehmungsstörung (was ich gerade nicht ausschließen mag) aber Dein Artikel besteht im Grunde aus Kritik an der Kontaktaufnahme. Ergo ist es ein Fehler der PR’ler in der Ansprache/Abwicklung der Projekte in die man gern Dich und andere Blogger integrieren möchte.

    Daraus schließe ich, und daran ändert für mich ganz subjektiv die Fragestellung nichts, dass es in diesem Artikel um Fehler von PR’lern geht. Diese Schlussfolgerung hat mich dann wiederum genötigt eine gegenteilige Erfahrung zu berichten.

    1. Beitrag
      Autor
      Kai Thrun

      Hehe, dafür danke ich dir auch – aber das war in der Tat nicht mein Problem. Ich mein, irgendwer muss sich dabei ja was denken. Ich würde es gern verstehen. Aber eigentlich hatte ich erwartet, dass sich niemand meldet. Ohne Namensnennung geht scheinbar nichts mehr

  3. Enrico

    Fairerweise sollte man dabei bedenken dass das jeweilige Monitoring natürlich nicht anspringt wenn kein Name genannt wird

    Aber wie gesagt, der Sinn einer Bewerbung erschließt sich mir auch nicht….

  4. Herr Jung

    Einer der Gründe dürfte sein, dass sich final der Kunde/Chef, der recht wenig aus diesem Gebiet weiß, entscheiden mag, wer da eingeladen wird. Und das wohl auch gerne an den Worten des „Bewerbers“ fest machen möchte, weil eben das Mechanismen sind, die er, der Chef/Kunde kennt.

    Und zum Anderen auch psychologisch bedingt: Wer sich „bewirbt“ will was von dem Anderen. Dadurch stellt sich die Firma in eine erhabene Position: „Du hast Dich doch beworben, Du willst letztlich was von uns, also tu/schreib was wir Dir zw. den Zeilen vorgeben“.

    So meine Gedanken in der MiPa

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *