Ich beobachte oft (ihr sicher auch), dass ein Fehler oder zu bemängeldender Umstand relativ einfach vermieden hätte werden können. Eines der prominentesten Beispiele ist sicherlich die DM auf Twitter. Ich biete oder suche irgendwas, wenn du Interesse hast, schicke mir eine DM. Dass dies 10000-fach geschehen ist, ändert nichts an der Tatsache, dass es in den meisten Fällen nicht funktionieren wird.

Eigenprüfung sollte im Alltag nicht untergehen

Es besteht keine Frage darin, dass man diese Bugs (spricht Fehlverhalten im Programm) relativ schnell aus der Welt schaffen lassen. Meistens fallen diese Mängel auch nicht sonderlich auf. Sie fallen aber irgendwann ins Gewicht.

Manchmal reicht ein korrekter Satzbau

Habt ihr auf Facebook schon einmal gelesen: Der 1000. Fan bekommt ein iPad 2! Dieses Muster der Promotion ist aus der realen Welt übernommen worden. Sie funktionierte dort für Jahrzehnte, denn (und das ist der Unterschied) der 1.000.000. Einkäufer kann auch der 35.235., 67.423. und 87.129. Käufer gewesen sein. Deswegen müsste die Promotion online heißen: Wenn wir 1.000 Follower erreichen, dann verlosen unter allen ein WeTab!

aus Konsumentensicht

Jetzt könnte man argumentieren, dass es kein Unterschied macht. Macht es aber doch – auch wenn dies im ersten Moment kurz vor der Haarspalterei zu erscheinen mag. In Zeiten, wo es für Unternehmen wichtig ist, den Informationsfilter zu durchbrechen, sollte man Anfängerfehler vermeiden (Edgerank?). Wieso sollte ich als Teil einer Community den Inhalt der Marke verbreiten, wenn ich selbst daraus kein Nutzen ziehe? Es ist mir als Konsument völlig gleichgültig, ob der 500. oder 10.000. Anhänger irgendwas bekommt. Es impliziert nämlich auch im Kontext: Ich als treuer Konsument gewinne nichts! Welche Motivation sollte mich nun dazu bringen, den Inhalt zu teilen? Nach einigen Ankündigungen, in denen man den Stammlesern klar gemacht hat, dass sie vom Gewinn kategorisch ausgeschlossen sind, führen langfristig natürlich zu einer Einschränkung der Interaktion (Teilen des Inhalts).

Unternehmens-Freund

Ein häufig vorkommendes Beispiel (Danke an den Support auf der Page!) sind Unternehmen als Personenprofil. Den Verstoß gegen die umstrittenen Facebook-Richtlinien auf der einen Seite, habe ich vor Monaten bereits hier geschildert, wieso ich kein Freund eines Unternehmen werde. Und mit dem unerwarteten Firesale kamen dann auch die Problem, z.b. das bei 5000 Freunden Feierabend ist (und man keine Apps installieren kann).

Was sich oben noch als läppisches Manko daherkam, kann unbemerkt zum Bremsen der eigenen Community führen – besonders wenn man seinen Kutter durch flache Gewässer fährt. Daher Augen auf und einen Moment darüber sinnieren, ob das was ich äußern möchte, in der Form überhaupt (konzeptionell) Sinn ergibt.