Pay A Blogger Day – Heute!

geschrieben am 29.November 2011


Heute ist Pay A Blogger Day. Eine von Flattr initiierte Aktion mit einem wirklich schönen Video. Genau die erste Aussage aus dem Video möchte ich nutzen und aufgreifen. »Er könnte so viele andere Dinge tun…« heißt es zu Anfang und weiter … »aber er hat sich entschlossen zu bloggen«. Genau, er sich entschlossen zu bloggen. Ein komplexes Thema mit einer niedrigen Einstiegshürde.

Technik

Ich möchte auch den WebmasterFriday nutzen, um ein rundes Bild zu bekommen. Es geht um den Blick hinter die Kulissen. In dieser Woche geht es um die verwendete Hardware. Das Equipment bestimmt natürlich auch ein wenig den Inhalt. Zwar habe ich meinen iMac erfolgreich gegen ein MBP tauschen können, und kann nun unterwegs schon einmal die Texte vorschreiben, aber es fehlt noch an Einigem. Mir fehlt z.B. die Möglichkeit, anständig Videos aufzunehmen und Ton zu produzieren. Ich habe die ersten 15 Folien meiner Session besprochen und muss sagen, es hört sich an als würde man sich den großen Suppentopf über den Kopf stülpen.

Zeit

Neben der richtigen technischen Ausstattung muss man fürs Bloggen aber noch mehr mitbringen. Zeit zum Beispiel und Mitmenschen, die einen eventuell mittragen. Das ist wichtig, da man neben den Fürsprechern und Kritikern an der eigenen Person, auch ein hohes Maß an Verständnis aufgebracht werden muss. Meine Freunde sind so offline, die rufen mich an, um eine Mail zu verschicken. Also ich fahre dann dahin und verschicke die Mail. Aber sie wissen, was bloggen ist. Ich möchte hierbei auf einen wirklich eindrucksvollen Text von Nadine mit dem wunderbaren Titel »Als Frau eines Bloggers« verweisen. Nadine ist die Frau von Caschy und beschreibt sehr nachvollziehbar, wie es im Umfeld von Blogs aussieht / aussehen kann. Nur damit man mal ein Bild vor Augen hat.

Zeit ist ein gern unterschätzter Faktor. Ein guter Artikel braucht neben der Recherche, dem Redigieren Wortkotze wegwischen eben auch Zeit, die beim Schreiben draufgeht. Es müssen noch Links eingefügt werden, dass richtige Bild gefunden werden und so weiter und so fort. Der Artikel zu Schlecker hat z.B. nur 4 Stunden benötigt (ich weiß es noch, da ich kurz nach der Veröffentlichung gefragt wurde). Ich möchte darüber nicht klagen, das ist nicht der Punkt. Es geht darum, einfach mal aufzuzeigen, wie viel Zeit in so manchem Blogpost steckt. Videos bieten da ein gutes Lehrmittel – wer als Laie sein erstes Video generiert hat, wird diese danach vermutlich in einem ganz anderen Licht sehen. Es ist ein Haufen Arbeit. @AntonBollen sagte so bezeichnend auf dem Barcamp Braunschweig »Ein 2 Minuten Video kann 2 Minuten aber auch 2 Tage dauern«.

Feedback

Neben der Hardware und Zeit benötigt man eben auch ein gewisses Maß an Selbstmasochismus Hingabe. Die Entlohnung für die Arbeit ist sehr unterschiedlich. Es gibt Menschen, die verdienen ihren Lebensunterhalt damit. Andere bloggen zum Spaß an der Freud. Dazwischen gibt es von den 100 bis zu 0 Prozent alle Variationen der Vergütung. Man kann und sollte einen Blogger aber nicht nur mit Geld bezahlen. Eine gute Währung sind auch Kommentare. Kommentare im Blog oder eine kurze Mail. Eben dann, wenn ich euch danach ist – nicht zögern, einfach machen.

Es geht nicht um »fishing for compliments«. An meinem Geburtstag riefen Leser an, gratulierten und sagten mir 2-3 Worte zum Blog. Zum Beispiel rief gestern Abend jemand an, der kurz erwähnte »ich finde es gut, dass du nun unter deinem Namen schreibst«. Neben dem erfreulichen Lob sind dies auch Hinweise für mich, mich in Entscheidungen bestätigt zu fühlen. Denn so manche Unsicherheit wird sicherlich nicht an die Öffentlichkeit getragen. Und na klar, es ist natürlich etwas Ego streicheln dabei ;)

Es gibt sicherlich noch etliche Dinge, die oftmals zu kurz kommen. Seien es Kommentare, Links, Zuspruch, Kritik oder andere Dinge, die man in den Wertschöpfungstopf werfen kann. Ich kann es nur wiederholen, der Input der mich per Telefon gestern erreichte, war so wertvoll, dass er vermutlich den Blog im nächsten halben Jahr beeinflussen wird. Einfach weil es viel konstruktives Feedback gewesen ist.

Dafür möchte ich danken und … ja, missbrauche den Pay A Blogger Day, um auf diesen Umstand (wie sicher 1x im Jahr) aufmerksam zu machen. Rock on!