Smalltalk mit Arnd von Wedemeyer
geschrieben am 12.März 2010
In einer Stellenausschreibung für den Weg in Social Media bin ich gestern auf einen Punkt gestoßen, der mich irritierte. Es war ausgeschrieben, dass die Wunschperson ein “überdurchschnittliches abgeschlossenes Studium” mitbringen sollte. Während sich twittwoch e.V. sich mit dem Twitter-Account beschäftigt, habe ich mir Vorstandsvorsitzenden geschnappt ![]()
Da ich in der Branche gearbeitet habe und durchaus noch aktiv bin (und die Protagonisten keine Unbekannten sind), ist mir nicht verborgen geblieben, dass die notebooksbilliger.de AG einen ähnlichen Weg bestritten hat. Daher sprach ich Arnd von Wedemeyer an, ob er Zeit für einen Smalltalk hätte.
Herr von Wedemeyer, in einer Stellenausschreibung für den Weg ins Social Media habe ich gelesen, dass ein “überdurchschnittliches abgeschlossenes Studium” gesucht wird. Aufmerksam habe ich verfolgt, dass Sie mit Ihrem Unternehmen diesen Weg bewusst nicht beschritten haben. Im Gegensatz sich einen hochgradigen Akademiker zu ziehen, haben Sie sich jemanden aus der Masse gepickt. Diesen Trend haben viele Unternehmen vor 5-10 Jahren gemacht, sind aber davon abgegangen. Wie kam es zu dieser Entscheidung, was waren Ihre Beweggründe?
Wir brauchten einfach jemanden, der das Metier kennt und sein Fach beherrscht. Ein akademischer Werdegang ist da sicher kein Nachteil, aber eben weder Voraussetzung noch deutlicher Vorteil aus meiner Sicht. Denn wir sprechen hier ja über Bereiche, die neu sind. Und bis so etwas in relevanter Form in Lehrplänen auftaucht, gibt es wahrscheinlich Web 3.0 …
Was macht eigentlich ein “Digital Relationship Manager”?
Er koordiniert die unterschiedlichen Kommunikationsaktivitäten, die sich außerhalb des reinen Shop-Geschehens rund um notebooksbilliger.de und unsere Produktwelten befinden. Zusätzlich stellt er ein Sprachrohr nach Außen, aber auch nach Innen dar. Daher auch der Begriff “Relationship Manager”. Es geht uns ja darum, uns mit unseren Kunden auszutauschen, nicht nur unsere Infos “rauszublasen”.
Welchen Einfluss hat dieser Schritt auf das Marketing?
Wenig.
In wie weit beeinflusst das Mitmach-Netz die Ausrichtung von Notebooksbilliger.de allgemein?
Wir nutzen natürlich das Feedback, was wir kriegen. Bislang stimmen allerdings meistens unsere Bauchgefühle mit den Wünschen unserer Kunden überein.
Würden Sie wieder jemandem aus dem Web “ziehen”?
Ja.
Was denken Sie persönlich über Social Media allgemein?
Interessant. Aber erst am Anfang der Entwicklung. Spannend wird es dann, wenn es repräsentativ durch die Bevölkerung geht. Denn dann ist natürlich der “Social Rewarding” Aspekt für die jetzt aktiven wenigen Protagonisten in der Szene perdu, was das “Exklusiv”-Gefühl dieser Form der Kommunikation ja nehmen wird.
Ich bedanke mich an dieser Stelle recht herzlich bei Herrn von Wedemeyer, dass er Zeit gefunden hat. Der Posten wurde übrigens an Caschy vergeben. Es sollte sich inzwischen herumgesprochen haben, dass er auch den Blog von notebooksbilliger.de befüllt. Dort steht übrigens noch bis Montag 15.03.10 14:00 eine Blogparade im Raum bei der es einen Gigabyte-Rechner zu gewinnen gibt. Schreibtisch aufräumen, Fotografieren und Trackback senden.

caschy schrieb:
12. März 2010 14:10Woher willst du wissen, dass ich kein abgeschlossenes Studium habe?
Es heisst übrigens NUKULAR
CiT (@KaiThrun) schrieb:
12. März 2010 14:15Warst Du es nicht, der zu mir sagte, er sei Baumschüler? :pfeif:
Es geht auch nicht darum, ob du einen Titel hast oder welchen, sondern dass man sich jemand aufgrund seines “Könnens” nicht seiner “Papiere” ausgesucht hat. Was meines Erachtens viel zu selten passiert.
caschy schrieb:
12. März 2010 14:23Richtig. Oftmals bewahrheitet sich das, was schon Opa immer erzählt hat: was du gelernt hast, da kräht später kein Hahn mehr nach. Wichtig ist das Könnnen, das man dann an den Tag legt, wenn es gebraucht wird.
Roman schrieb:
13. März 2010 11:02Können ist sicherlich das, aber ich denke, dass auch Caschys Reichweite durchaus ausschlaggebend war.