SummerCamp Alfeld – das Resümee einer One-Man-Show

geschrieben am 26.Juli 2010


SummerCamp AlfeldDie Überschrift stimmt zwar nur in Teilen, aber darauf werde ich später noch detailliert eingehen. Ich möchte am “Tag danach” meine Impressionen, Gedanken und Gründe schildern, damit alle was davon haben. Vorweg kann ich sagen, dass ich mit einem derart durchschlagenden Erfolg nicht gerechnet hätte. Aber man muss die Dinge nehmen wie sie kommen.

Vorbereitung

In der Vorbereitung auf der SummerCamp habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Die Pseudo-Szene kann mich mal an die Füße packen. Es gab immerhin 2 Leute, die bereit waren ihre Erfahrungen mit mir zu teilen. Andy Lenz von der t3n war eine große Hilfe, genauso wie Tobias Glawe. Beide haben meine aufkommenden Fragen stets beantwortet. Wer mir alles gar keine Antwort geschrieben hat – lassen wir es unter den Tisch fallen, es waren viele aber der Artikel wird lang genug ohne die Blender zu nennen. Ebenfalls gilt mein Dank Marc Hinse (@mademyday) der mit mir zusammen das Logo entwickelt hat, jedoch leider aus privaten Gründen verhindert war.

Villa Ruhe in AlfeldSo begann ich mich abseits der BarCamp-Kultur zu bewegen und entwickelte mein eigenes Konzept. Viel Zeit blieb mir nicht, immerhin hatte ich knapp 3 Monate um das SummerCamp zu realisieren. Der Anspruch war kein Fiasko zu erleben und “was kannst Du alles tun, damit der Besucher sich nicht kümmern muss“. Ich begann eine Location zu suchen, die mich nicht bis auf die Knochen blamiert. Sponsoren brauchte ich weitergehend nicht suchen. Es gab einen, den ich angefragt habe – den Rest hat Sven Hennig unaufgefordert erledigt (binnen eines Tages). Vielen Dank Sven, dass Du an mich und meine Idee steht’s geglaubt hast. Mit der Zusage von o2 Business konnte ich die Kosten für die Villa deckeln und es stand fest, ich ziehe das durch. Ich habe mir wochenlang Gedanken darüber gemacht, was zu realisieren ist, was nicht, was wie gehen könnte. Viele Dinge musste ich aus finanziellen Aspekten leider streichen, einige aus Zeitmangel bis zum Termin. Nichtsdestotrotz konnte ich einige Dinge umsetzen. Für jeden 10 Namensschilder zu drucken hat sich im Nachhinein ja als äußerst kluger Zug erwiesen. CoolerMaster für das Bier hat scheinbar auch den Geschmack getroffen. Schön, wenn Ideen aufgehen.

Freitag

Das Sessionboard - richtig oldschool

Das Sessionboard - richtig oldschool

Der Freitag bestand für mich darin, die Villa um 16 Uhr in Empfang zu nehmen. Der Transporter musste ausgeladen werden, Kühlschrank befüllen, die ersten Gäste in Empfang nehmen, Beamer testen, Bildproben, Leinwand aufbauen, Stühle rücken, den Samstag planen. Die Meute hatte Hunger und damit nicht alle wieder in alle Himmelsrichtungen verschwinden, habe ich vorgeschlagen, den Grill spontan anzuwerfen. Sie standen dann auch alle brav an der Futterstelle. Ich hatte Zeit in der Küche das ein oder andere zu machen (gefüllte 10 Spülmaschinengänge zu be- und entladen) und mir den Kopf darüber zu zerbrechen, wo wohl das Sessionboard hinkommt und wie das realisiert wird. Es stand außer Frage, dass das Sessionboard nicht digital sein sollte, denn die Leute sollten vor dem Board stehen, lesen, analysieren und mit evtl. anwesenden ins Gespräch kommen. Das Sessionboard sollte als Dreh und Angelpunkt für die ersten vorsichtigen Smalltalks am Samstag sorgen. Ich bin dann immer wieder zum Bahnhof gefahren um Gäste einzuladen. Die Berlinertruppe kam gegen 23:30 und die Münchner etwas später – passt schon. Bettwäsche verteilt, Schlüssel für die Schränke ausgegeben, Sticks verteilt und bei jeder Gelegenheit gefragt, ob alles in Ordnung ist oder sie noch irgendwas benötigten. Schnell noch für die Marie den Silvio aus dem Zimmer scheuchen, damit Männlein und Weiblein getrennt schlafen können. Ich bin dann gegen 1:00 nach Hause gefahren. Eigentlich wollte ich in der Villa schlafen, jedoch brauchte ich eine gewohnte Umgebung. Bis ich dann runtergekommen war hatten wir es 2:30…