Das Barcamp Hamburg hat es dieses Jahr geschafft. So wie Barcamp sein soll. Es steht außer Frage, dass die OTTO-Gruppe eine tolle Location stellt und das Catering von Kochwerk dem Fresscamp den Stempel aufdrückt. Das Barcamp Hamburg 2013 hat gezeigt, dass es auch noch ziemlich altmodisch daherkommen kann.

Mein letzter Besuch in Hamburg war 2011. Hamburg hatte damals nicht unbedingt den besten Ruf als Barcamp weg. Zu viele Agenturleute, zu viele Produktpitches. Als Veranstalter kann man das schlecht regulieren, ich war aber guter Dinge, dass der Markt sich selbst reinigt. So sollte es dieses Jahr sein und das Barcamp Hamburg zeigte sich von seiner besten Seite. Die Mischung aus fachsimpeln und völlig abwägigen Themen machten das Barcamp Hamburg zu einer außergewöhnlichen Veranstaltung.

Die Barcampregeln wurden natürlich auch kurz erwähnt

Der Freitag

Ich finde es gar nicht so schlecht, ein Barcamp auf einen Freitag zu legen. Die Vorstellungsrunde wurde auf Twitter verlegt und die Sessionplanung dauerte exakt eine Stunde. Es waren 70 Slots zu füllen und es kamen wirklich sehr spannen Themen zum Vorschein. Autoerotische Unfälle ist so ein Titel, die Session wurde von einer Urologin gehalten, die die Ausreden im Gepäck hatte. Den Rest überlasse ich eurem Kopfkino.

1-2 Slots sind auf dem Sessionboard aber noch frei

Ich habe mir die 24 Tipps für eine bessere Content Strategy am Nachmittag angehört, die aber keine neuen Erkenntnisse brachte. In einigen Punkten würde ich nicht zustimmen, was die Qualität der Session nicht schmälert.

Social Media Recht

Nina Dierks @SocialMediaR_HH hat 2010 eine Session gehalten und hat diese in diesem Jahr fortgeführt. Diesmal mit Rechtssprechungen zur Social Media Welt. Interessanter konnte ich mich an ihre damalige Session erinnern und so zog ich los, um mir ein Rechtsupdate fahren zu lassen. Nina hat das gut hinbekommen und auch noch mal einen Impressums-Grundkurs nebenbei gegeben. Solide Runde insgesamt.

Wer eine Session vorschlagen wollte, musste etwas Geduld mitbringen

Die Überraschung des Tages dürfte wohl „freundlich sein“ von @ReneHamburg und @lestoire gewesen sein. Die beiden haben dem fast gefüllten OTTO-Saal erklärt, wieso es besser ist, am frühen Morgen schon gute Laune zu haben. Die Session endete in einer ausführlichen Interaktion mit dem großen Publikum. Eine bunte und unterhaltsame Runde für ein freundlicheres Miteinander.

KrisenPRCamp

Bedarf es einem KrisenPRCamp? Ja. Stefan @Hirnrinde hat die Idee eines KrisenPR Barcamps vorgestellt. Veranstaltet werden soll es mit Mike Schnoor, der leider nicht anwesend war. Die Session zeigte aber, dass es nötig ist, über das Thema zu reden und aus dem eigenen Dunstkreis zu entschwinden. Der Termin steht noch nicht, aber ich werde versuchen vor Ort zu sein.

Danke Carlsberg!

Den Abend bis 22 Uhr bei OTTO ausklingen zu lassen, ist eine gute Idee. Danke Carlsberg für das Bier, was uns Powerpoint-Karaoke bescherte und mich im Foyer verweilen lies. Denn wenn ich in Hamburg bin, dann treffe in in der Regel auf Jati. Ebenfalls habe ich mich gefreut @AntonBollen von TechSmith wieder zu sehen. Es war eine sehr unterhaltsame Runde.

Der zweite Tag

Der Samstag war für mich recht kurz, da ich ich Abends auf der nächsten Veranstaltung 220km weiter sein musste. So nutzte ich die Zeit, um noch dem einen oder anderen zu erzählen, was wir bei 247GRAD Labs eigentlich aushecken.

Die Sessions ins Hamburg waren gut gefüllt

Mein Hightlight am Samstag war die Sessionvorstellung von dem Herren mit der Godzilla-Session. Allein alle Filme zu haben ist ja schon faszinierend, aber die Vorstellung mit „lasst uns 30 Minuten abnerden“, traff es voll. Es fanden sich sogar einige Leute im Publikum dafür – toll!

Abschließend

Das Barcamp Hamburg hat gezeigt, dass Barcamp mehr ist als nur ein Social Meida Typen-Treffen. Eine 9-jährige sprach über ihre Internetnutzung während ein Raum weiter darüber diskutiert wurde, ob es noch Schleichwerbung oder schon Content Marketing ist. Es war wirklich großartig. Ich möchte mich ganz herzlich bei Vivian Pein und die ganze Truppe mit den Armbinden und den Schürzen (Kochwerk) bedanken. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung und das Barcamp Hamburg 2014 wird sicher im Terminplan Berücksichtigung finden.

Weitere Rückblicke zum Barcamp Hamburg 2013:

Vielen Dank den Sponsoren

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4 Responses

  1. Rene Sasse

    Moin 🙂

    Toll, dass dir unsere Session gefallen hat. Sie hieß allerdings „freundlich sein“ 😉

    Cheers,
    Rene

    Antworten
    • Kai Thrun

      Servus Rene,

      natürlich! Ich habe es soeben oben verbessert. Eigentlich wollte ich auch nur ins Gespräch kommen 😉
      Danke für deinen Hinweis!

      Liebe Grüße,
      Kai

      Antworten

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