CeBIT Bloggertour Review

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In diesem Jahr fand im Rahmen der CeBIT erstmalig eine “Bloggertour” statt. Die deutsche Messe AG hatte in Zusammenarbeit mit der t3n diese Tour organisiert. Ein interessanter Zug mit großem Potential für beide Seiten wie ich finde.

Die Bloggertour startete im Pressezentrum und führte etwa 50 Schreiberlinge über das Messegelände. Nach ein paar einführenden Worten von Anne-Kathrin Seibt
(Pressesprecherin CeBIT) sorgte Andreas Lenz für “Unterhaltung” während der Laufwege. Andy schien dies recht spontan zu machen, daher war es top – der Unterhaltungswert war insgesamt recht hoch, die Stimmung ausgelassen.

Nintendo 3DS - 3D Bild ohne Brille

Den ersten Halt der Gruppe machten wir bei Nintendo. Nintendo stellte den 3DS vor. Ich habe ein wenig mit @macx um die Wette gedaddelt, aber so richtig erfolgreich waren wir beide nicht. Das Gerät selbst macht einen guten Eindruck, die Produkteigenschaften sind insgesamt durchdacht. Interessant bei dem 3DS ist, dass das Gerät sich automatisch bei Hotspots einloggen kann um Daten mit Weggefährten zu tauschen.
Während um den Mayor des Müncheners Hauptbahnhof ein “erbitterter” Kampf herrscht, werden beim 3DS Daten und oder Spielstände im Vorbeigehen getauscht. Angenommen man pendelt zur Arbeit und mir kommt jemand entgegen mit seinem 3DS in der Tasche, dann können wir z.B. bei Mario Kart Ghost Laps tauschen. Die Mitarbeiter von Nintendo haben es soweit probiert, dass diese Technologie auf etwa 30m Entfernung funktioniert. Allerdings kann ich keine Aussage über “Freigabemöglichkeiten” geben, ich gebe aber davon aus, dass ich es einstellen kann. Coole Idee auf jeden Fall um sich zu vernetzen. Sicherlich kein Kaufargument aber ein sehr nettes Gimmick.

Bei ASUS konnten die Android-interessierten sich die neuen Tablets / Slider mal aus der Nähe und in Ruhe anschauen. ASUS lud dazu in den VIP Raum, wo nach einem kleinen Q&A in Ruhe u.a. die Honeycomb ausprobiert werden konnte. Ich gebe ja zu, war jetzt für mich nicht so spannend, aber ASUS hatte seine Hausaufgaben schlicht gemacht.

Der nächste Halt war dann bei Mozilla bzw. dem Firefox-Stand in Halle 2. Es wurde ein wenig über den Firefox 4 gesprochen und wie die Foundation arbeitet. Insgesamt eine Runde Sache auch wenn der kleine Stand völlig überfüllt gewesen ist. Das Gespräch mit dem Entwickler war etwas nerdig, aber er hat sich gut geschlagen.

Vom Open-Source ging es zum Gegenstück: Microsoft. Bei Microsoft sollte die Kinect-Technologie und das Windows Phone 7 vorgestellt werden. Ich muss echt sagen, dass Microsoft in dem Bunde echt enttäuscht hat. Es machte nicht sonderlich den Eindruck als hätte man Lust auf die “Veranstaltung” und so ließ man die Social Media Managerin ins kalte Wasser springen. Die dann auch bis sie sich gesammelt hatte etwas überfordert war – verständlicher Weise.
Ich will jetzt nicht Microsoft in die Pfanne hauen, aber wenn da 50 Blogger (angemeldet) kommen, dann stellt sich die Frage nicht, ob man Kinect ausprobieren möchte. Immerhin wurden 8 Mio Einheiten abverkauft und das Ding ist das erfolgreichste irgendwas ever. Schade, ich hatte dann nach der Abfuhr auch kein großes Interesse mehr daran mich mit dem Unternehmen bzw. den Produkten auseinander zu setzen.

In Halle 6 angekommen ging es zu AOE Media. Kian Gould (Geschäftsführer, AOE Media) sprach über Typo3, etwas über WordPress und Magento. Eine gute Vorstellung von AOE Media wenn auch scheinbar wenige Überschneidungen mit der Audienz vorhanden war. Herr Gould gab allerdings einige gute Einblicke in die Arbeit im Opensource-Bereich.

Nebenan war auch direkt Google Enterprise. Google war das gute Beispiel dafür, dass man zeigt “Hey, wir nehmen euch ernst, wir nehmen uns Zeit, wir haben uns vorbereitet”. Die Herren erzählten etwas über Google Apps und die Infrastruktur. Im Q&A hinterher umschiffte man tricky Fragen zur Produktentwicklung. Natürlich ist die Frage aller Google-Fragen gefallen: Wie bekomme ich einen Job bei Google? 😉

Danach ging es im Visitorsbereich der Webciety noch zu Kaffee und Kuchen. Es fanden noch einige Nachgespräche und Kurzdebatten unter den Teilnehmern statt.

Fazit

Die Bloggertour der CeBIT ist / war überfällig. Der erste Wurf ist gelungen und ich würde mich freuen, wenn ich ein ähnliches Programm im nächsten Jahr wieder mitmachen dürfte. Ich verspreche auch mich auf Fragen von Andy vorzubereiten.
Die Tour hat gezeigt, wie schnell und unkompliziert man sich austauschen kann, wenn man nur möchte. Einziger Wehrmutstropfen: Man kann die Größe eines USB-Sticks nicht durch “daran lecken” bestimmen. Macht aber nichts, es hat großen Spaß gemacht.

Vielen Dank an die deutsche Messe AG als auch der t3n.