Hornbachs Rofl-Kartoffel auf Facebook

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Ich hab Hals. So richtig Hals. Im Marketing-Gui.de las ich über die Facebook-Aktion von Hornbach und wusste noch nicht genau, in welchem Wald ich eigentlich stehe. Da jammert Hornbach jetzt tatsächlich auf Facebook rum, weil neuerdings Unwissenheit vor Strafe schützen müsste?

Im Gegensatz zu Enrico finde ich Blutgrätsche seitens Facebook völlig in Ordnung. Schließlich ist Facebook kein Spielplatz und wenn ich dort eine Firmenpräsenz habe, dann ist das Business. Marketing, Abverkauf, was auch immer. Und wenn man sich vor Augen führt, wie viel Umsatz die Bahn durch ihr “zerrissenes” Chefticket macht, dann ist das Business. Da fließt eben Geld und das nicht zu wenig.

So schreibt Hornbach auf ihrer Fanpage:

Erwischt! Wir wollten mit Euch Spaß haben & haben daher die facebook-Regeln für HORNBACH KOMMT HEIM etwas großzügiger ausgelegt. Leider gibt es einen Spielverderber, der uns bei facebook angeschwärzt & unsere Seite gemeldet hat. Schade! Daher kann die Aktion so leider nicht weiterlaufen.
Wir sitzen bereits an einer anderen Lösung. Gebt uns bis Montag Zeit und dann kommt Hornbach wieder zu Euch heim!
Euer Hornbach Team

Was ich dort raus lese in einem Wort beschrieben ist “mimimimi”. Allerdings kommt ein Punkt hinzu, den Enrico gut schildert, das Ding wird sich nun verbreiten. Daher liegt es Nahe, dass die Agentur (oder “das Social Media Team”, intern natürlich ;] ) diesen Zug evtl. geplant hat. Ich muss sagen, wenn es nicht geplant gewesen ist, finde ich den Kick völlig richtig. Auch wenn jetzt einige mit dem Kopf schütteln werden. Auch Facebook unterliegt bestimmten Regeln und wer bis jetzt nicht mitbekommen hat, dass es Gewinnspiele nur über eine extrene Applikation gehen, der sollte den Berater wechseln oder die Finger davon lassen. Punkt.

Was mich an der Geschichte aber auch noch auffällt, Hornbach wird in den nächsten Wochen noch mal auf sich aufmerksam machen in Sachen Facebook. Nämlich dann, wenn Sie schreiben “Facebook ist ganz schön teuer, wir haben leider vergessen die Impressumspflicht zu berücksichtigen und irgendein mieser Mensch hat uns tatsächlich abgemahnt”. Vielleicht ein wenig melancholischer geschildert. Jetzt erzählt mir bitte nicht, bei über 12000 Mitarbeitern im Konzern und einem Umsatz von über 2,5 Milliarden Euro, da würde niemand sitzen, der sich damit auskennt… verarschen kann ich mich alleine, selbst am Wochenende 😉

Fehler machen hin oder her, kann passieren – keine Frage. Aber sich im rosa Röckchen hinstellen und mit dem Finger auf Andere zeigen, da hege ich meinen Zweifel, ob die Zeit nicht langsam rum ist.

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