Das Jahr hat gerade begonnen. Für viele Menschen eine Gelegenheit das eigene Handeln zu hinterfragen und alte Gewohnheiten neu aufblühen zu lassen oder sich neue Gewohnheiten anzueignen.

Wann du dir eine neue Gewohnheit aneignen möchtest, ist nicht so wichtig. Das geht ja prinzipiell immer. Was allerdings nicht so einfach ist, ist diese Gewohnheit für sich zu etablieren. Eine bekannte Form ist es, strikt und ab sofort etwas zu tun. Wir alle kennen diese Vorsätze gerade zum neuen Jahr, wo uns dann oft irgendwann die Disziplin verlässt.

Die sogenannte „Don‘t break the chain“-Methode, die durch Comedian Jerry Seinfeld bekannt wurde. Jeden Tag ein X in den Kalender machen, wenn man seinem Vorhaben nachgekommen ist. Das Ziel dabei ist es, diese Kette eben nicht zu unterbrechen (don‘t break the chain). Wenn man dies schafft, ist das natürlich wunderbar. Ich bin auch Freund von diesen Serien, so wie ich mich 2017 durch 90 Tage Sport trainierte. Auf Dauer ist das allerdings nichts für mich, dazu genieße ich das Leben manchmal zu sehr (aka Partys) oder es regnet einfach stark, sodass ich keinen Bedarf auf einen ausgiebigen Lauf habe. Nichts als Ausreden mag nun einer sagen. Das mag sein, aber ich nehme mir etwas vor, weil ich es umsetzen möchte und nicht, um irgendjemandem etwas zu beweisen. Das führt ja eher in eine ungesunde mentale Haltung und ist vorbehaltlich mit Misserfolg der eigenen Unternehmung gekrönt.

2-Tage-Regel: 2 Tage Luft haben

Um den Druck etwas raus zunehmen, kam irgendwann jemand auf die Idee (leider bei der Recherche keine eindeutige Quelle ausmachen können), sich maximal 2 Tage Luft zu lassen. Es gibt genug Gründe, wieso Du Deinem Vorsatz/Gewohnheit nicht nachkommen kannst: du hast eine Erkältung, du hast einen Kater, du bist auf Reisen, du hast dringende Dinge zu erledigen. Das Leben kommt eben dazwischen.

Es gibt die 2-Tages-Regel auch mit maximal einem Tag Pause. Die Merkphrase dazu ist: Du kannst nicht mehr als einen Tag aussetzen, um eine Gewohnheit zu schaffen.

Letztlich wäre mir der Zeitraum gleichgültig. Die Lebensumstände sind individuell und wie Du die Methode umsetzt, muss ja letztlich für dich passen. Wichtig ist allerdings, dass Du dir es irgendwo prominent visualisierst. Ich nutze dazu ein Whiteboard, wo ich einfach eine Tabelle mit 31 Spalten (für Januar) gemacht habe. Ich führe dort vier Zeilen: Sport, Lesen, Schreiben und Bloggen.

Wie man unschwer am Erscheinungsdatum hier im Blog erkennen kann, waren es jetzt 4 Tage Unterbrechung beim Bloggen. Mein Ziel für 2020 ist es einfach wieder mehr zu bloggen. Der Start scheint holprig zu sein, aber deswegen höre ich nicht auf. Sport und Lesen (mehr als 30 Minuten täglich) bin ich immerhin voll im Soll. Das macht es mir leichter, mich nicht darüber zu ärgern, dass ich aufgrund einer Party (also mangelnder Vorbereitung oder Disziplin) aus dem Flow geraten bin. Es sollte also spätestens am Freitag hier im Blog weitergehen.

Bis dann und viel Erfolg bei all deinen Vorhaben!

Kai Thrun
Author

Hallo, ich bin Kai - der Autor dieses Blogs. Ich berate Unternehmen, damit sie sich in ihrer digitalen Kommunikation verbessern. Ich gebe mein Wissen im Rahmen von Seminaren, Workshops und Vorträgen weiter. Als Social Media Experte kommentiere ich hier im Blog seit 10 Jahren Kampagnen, Reisen und persönliche Erlebnisse.

5 Comments

  1. Ich lese dich immer sehr gerne. Also bleib dran mit dem Bloggen.
    Abgesehen davon halte ich die „Don´t break the chain“ Taktik auch für unglücklich… denn wenn du sie brichst, dann fühlt es sich wie Versagen an. Lieber mit der von dir bevorzugten Methode. Ich schreibe mir ab und an auch Wochenzettel und sollte das auch öfter machen. Gute Vorsätze und so.

    • Kai Thrun

      Hey Jens,

      das freut mich zu lesen! Der David hat auf Facebook noch viel dazu geschrieben, dass man seine Motivation hinter dem Ziel ebenfalls beleuchten sollte. Wochenetappen finde ich auch eine gute Idee, weil es viele Dinge eben aufteilt. Dir gutes Gelingen!

      • Danke Kai.
        Generell finde ich die Schmiedezettel-Methode ganz gut, weil sich bei mir immer mal was dazwischenschieben kann. Wie gesagt, frustet weniger.

  2. Diese Methode, um Gewohnheiten zu ändern oder zu etablieren, finde ich prima: ich glaub, ich kauf mir jetzt ein Whitboard für zuhause… Danke für die Inspiration!

Write A Comment