Immer Anfang Mai, wenn in Berlin die re:publica ist, stellt sich die Frage: In welchem Hotel bist Du? Die Wahl fällt dabei auf zu teuer, zu heruntergekommen oder zu weit weg. Es gibt aber neuen Mitstreiter: das Crown Plaza Berlin – Postdamer Platz.
Das Crown Plaza Berlin ist eine Reise wert, so viel kann ich vorab schon mal sagen. Aufgrund der Lage kann man das Hotel durchaus auch privat ansteuern.

Die Lage des Crowne Plaza Berlin – Potsdamer Platz

Das Crowne Plaza Berlin – Postdamer Platz liegt, wie der Name sagt, fast am Postdamer Platz. Es sind etwa 1km zu Fuß, was ich für vertretbar halte. Das Hotel ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen über den Anhalter Bahnhof (S1, S2, S25) oder die U-Bahn Station Möckernbrücke (U1, U7) – jeweils etwa 400m entfernt. Die Parkplatz-Situation machte ebenfalls einen entspannten Eindruck. Zur Station Berlin sind es zu Fuß nicht ganz 15 Minuten, je nach Schrittgeschwindigkeit.

Das Hotel

Eingebettet in wunderschönem Marmor befindet sich das Haus im Gebäude des ursprünglichen Postamts 11. Das historische Erbe wird im Namen der Gastronomie fortgeführt. THE POST Brasserie und THE POST Bar versorgen Gäste und Berliner mit kulinarischen Genüssen. Die Brasserie verfügt über eine 360 Grad-Küche, die mit einer Show-Küche versehen ist, falls Du dem Koch bei der Arbeit zuschauen möchtest. Wenn Du nach dem Essen noch einen Absacker zu dir nehmen möchtest, wird in der Bar versorgt. THE POST Bar ist auch für Nichtgäste zugänglich, denn es gibt einen Eingang auf der Ecke des Gebäudes.

THE POST Bar

THE POST Brasserie mit 360 Grad Show-Küche

Das Crowne Plaza Berlin – Postdamer Platz macht mit seinen 4-Sternen eine gute Figur. Das Personal war stets freundlich und zuvorkommend, ohne dabei übertrieben aufdringlich zu sein. Ich mag es überhaupt nicht, wenn man schon fast beleidigt angeschaut wird, weil ich als Gast selbstständig meinen Koffer aufs Zimmer bringe.

Meetingräume für Kreative

Durch die Bauweise des ehemaligen Postamts würde ich das Hotel nicht als kompakt beschreiben. Der Eingang ist seitlich in der Halleschen Straße, wo linker Hand die Lobby mit der Bar endet und es rechts zu Zimmern und Kreativ-Seminarräumen geht. Es wirkt im ersten Moment etwas weitläufig, schafft aber einen gewissen Freiraum, wenn man sich mal in Ruhe unterhalten möchte. Die Kreativräume sind sehenswert, da zum Beispiel die Wände mit Tafelfarbe gestrichen oder mit Kork versehen sind, um sich dort voll und ganz auszutoben. Eine Arbeitsumgebung, wie ich sie eher Agenturen zuordnen würde.

Die Executive Suite

Die Executive Suite ist sehr aufgeräumt. Es wirkt nicht kühl, behält dabei jedoch klare Strukturen. Genau mein Geschmack. Im Eingangsbereich (Flur) befinden sich die Mini-Bar, Tee, Wasserkocher, Safe und der erste Schrank.

Ablage und Schreibtisch im vorderen Bereich

Im Wohn- und Arbeitsbereich kann man es sich vor dem Fernseher gemütlich machen. Ich muss gestehen, die Sessel sind unfassbar bequem. Also nicht bequem, sondern so bequem, dass ich beim Hotel nachfragte, ob die Sessel käuflich erwerblich sind. Du kennst das vielleicht von anderen Ketten, wo man Einrichtungsgegenstände wie die Betten kaufen kann. Leider sind die Sessel nicht zu erwerben. Vermutlich hätte mich der Preis ohnehin abgeschreckt, aber die Sessel habe ich wirklich gefeiert.

Falls mir jemand mal ein Geschenk machen möchte – besorgt mir diese Sessel 😉

Hinter dem Wohnbereich befindet sich der Schlafbereich, welcher mit einem großen Wandsticker ein Highlight setzt. Ich finde es ansprechend und über das Bett gibt es auch nichts negatives zu sagen. Zur re:publica bekommt man ohnehin nie so viel Schlaf 😉

Das Badezimmer – ein Träumchen, wie man es in einem gehobenen 4 Sterne-Haus erwarten kann. Ich war etwas überrascht, da ich mit der Wanne nicht gerechnet habe. Ein sehr schönes Badezimmer, welches zusätzlich über eine bodentiefe Dusche verfügt. Reinstellen und wach werden.

Laufstrecken in Kreuzberg

Es liegen Pläne aus, um auf verschiedenen Routen seine Kilometer zu laufen

Ein ausschlaggebendes Kriterium für ein Hotel ist für mich der Fitness-Raum. Ich habe während der re:publica morgens wenigstens 5km auf dem Laufband abgespult. Ein Blick in den Fitness-Raum sagt häufig auch etwas über das Haus aus. Der Fitness-Raum im Crown Plaza ist im Untergeschoss untergebracht. Er hat somit keine Fenster, was ich schade finde, aber kein Weltuntergang ist. Im Fitness-Raum wird einem alles geboten, was man für ein Workout zwischendrin benötigt. Der Raum ist 24/7 zugänglich.

Lounge mit Dachterrasse


Im 5. Stock des Hauses gibt es eine hauseigene Club Lounge. Die Lounge ist, wie üblich, mit einer speziellen Karte zugänglich. Es gibt eine kleine Dachterrasse, die ich aber aufgrund der Temperaturen nicht genutzt habe. Die Lounge selbst fügt sich in gut in das Ambiente des Hotels ein. Ich muss aber sagen, dass die Lounge Luft nach oben hat. Im Mai gab es keinen Bereich, indem man hätte arbeiten können, da die Tische bereits nachmittags gedeckt waren. Das Angebot an Speisen und Getränken war in Ordnung, aber überschaubar. Wer als Status-Gast ohnehin Lounge-Zugang hat, dem wird es egal sein. Eine Buchung gegen Aufpreis würde ich allerdings abraten.

Fazit

Das Crown Plaza Berlin Potsdamer Platz ist ein gehobenes 4-Sterne-Hause, welches nicht zu dick aufträgt. Ich habe meinen Aufenthalt dort sehr genossen und kann es fast uneingeschränkt empfehlen. Die Executive Lounge konnte mich im Mai noch nicht überzeugen. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, den ich zu Protokoll bringen kann.

Das Crown Plaza Berlin Potsdamer Platz erfüllt alle Ansprüche, die man an ein solches Haus richtet. Trotz der 256 Zimmer schafft man eine ruhige und einladende Atmosphäre zu schaffen.

Ich werde das Hotel für den Mai 2017 ganz oben auf einem Zettel haben, wenn es darum geht, zur re:publica eine geeignete Behausung zu finden.

Hinweis: Mein Aufenthalt wurde vom Crowne Plaza Berlin – Potsdamer Platz übernommen.

Über den Autor

Hallo, ich bin Kai - der Autor dieses Blogs. Ich setze mich mit Kommunikation auseinander und halte meine Erfahrungen und Gedanken in diesem Blog fest. Ein Mensch widmet sich in seinem Leben jedoch mehr als einem Thema. Daher findest Du in diesem Blog vielleicht auch Themenwelten, die auf den ersten Blick nicht zusammen passen.

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