Twitter hat gestern Abend einen Design-Rundumschlag gemacht. Alles Neue macht das Jahresende. Webseite neu, beide Clients für iOS neu, natives Tweetdeck für OSX und Windows. Es sollte für genug Gesprächsstoff sorgen, die neuen Funktionen und Möglichkeiten auszutesten und zu entdecken.


Ich werde mich nur auf Tweetdeck nativ (OSX) beschränken. Den Cut, den man hier vollzogen hat, gefällt mir nur teilweise. Subjektiv fühlt sich der Client zwar schneller und performanter an, jedoch fehlt ein Haufen an Funktionen.

Man kann die Farbgebung nicht mehr ändern, was bei dem Farbton nicht unbedingt nur auf Zuspruch trifft. Mich stört es extrem, dass ich die Spaltenbreite nicht anpassen kann. In der Air-Version hatte ich wenigstens noch die Wahl, zwischen 2 Breiten – was auch bedeutete, dass ich auf dem 13” Screen immerhin 5 Spalten mir auf den ersten Blick anzeigen lassen konnte.

das Untermenü werde ich vermissen
Die Zusatzoptionen wie die Übersetzung fehlen gänzlich. Das Untermenü über die Tastenkombinationen fehlt völlig, was mich extrem Nerven kostet. Da scheinen die Zeiten vorbei zu sein, wo man eben mal eine Antwort schreibt, ohne die Hände von der Tastatur zu bewegen. Schade eigentlich.

Mit der Option sich mit dem Cursor über das Tweetdeck zu bewegen, konnte man auch recht elegant die Timeline anhalten. Dies geht nun scheinbar nur noch, wenn man sich in die Einzelansicht des Tweets bewegt. Es fehlt mir eine farbliche Unterlegung des Feldes, wo ich mich gerade befinde.

Insgesamt ist die native Tweetdeck-Variante ganz nett. Es fehlt aber noch einiges, um den Komfort wieder hochzuschrauben. Vielleicht wollte man auch im Hause Twitter eben »in einem Rutsch« mit den Clients und dem neuen Design lauchen. Da kann ich dann schon verstehen, dass auf die Spielereien wie Farbchemen-Anpassung bis zum nächsten Update verzichtet wird. Abwarten.

*NACHTRAG*
Völlig vergessen: Was mir besonders gut gefällt ist, dass ich die Benachrichtigungen der einzelnen Spalten nun individuell einstellen kann. Mit Ton oder ohne Ton, wie ich möchte. Zum Beispiel einen Ton bei einer DM, weil die könnte wichtig sein – dafür nicht einmal eine Einblendung bei der Home-Spalte.

Kai Thrun
Autor

Hallo, ich bin Kai - der Autor dieses Blogs. Ich berate Unternehmen, damit sie sich in ihrer digitalen Kommunikation verbessern. Ich gebe mein Wissen im Rahmen von Seminaren, Workshops und Vorträgen weiter. Als Social Media Experte kommentiere ich hier im Blog seit 10 Jahren Kampagnen, Reisen und persönliche Erlebnisse.

2 Kommentare

  1. Ich bin überhaupt schon froh, eine Native Version zu haben. Mit Adobe Air war mir das irgendwie alles zu träge. Von daher war lief Twitter nur im Browser. Mir fehlen zwar auch einige Optionen bei den Einstellungen aber die werden hoffentlich noch kommen.

    Edit: Die Quote Tweet Funktion weiß ich jetzt schon zu schätzen 🙂

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