Im Rahmen des Hörsaalslams hat Julia Engelmann aus Bremen einen sehenswerten Beitrag über uns alle vorgetragen. Es geht um das Leben als solches und es ist dieses Format: Jemandem den inneren Spiegel vorhalten.

Julia spricht darüber, wie es ist, wenn wir alt sind. Wie wir darüber reden werden, welche Dinge wir fast getan hätten. Es ist ein kleiner Appell an die „Unvernunft“, endlich das Leben zu führen, welches jeder für sich selbst gern führen möchte.

Neben der Selbstverwirklichung hält Julia einem auch schön diesen Vorsatzappell zum Jahreswechsel vor. Sofern ihr noch nicht alle eure Vorsätze gebrochen habt, dann solltet ihr euch das Video auf jeden Fall anschauen.

Mut ist nur ein Anagramm von Glück.

via Anna-Lena Radünz

66 Responses

  1. Joas

    Wunderbarer Vortrag! Der laute, unmittelbare Applaus des Publikums am Ende und die Gesichter während des Vortrag zeigen, wie Julia Engelmann offensichtlich bei vielen (allen) eine Seite zum Klingen gebracht hat. Mich hat es sehr angesprochen und ich dachte sofort an eine Textzeile in einem Genesis-Lied, das mich schon recht lange begleitet: „Time goes by – it’s the time of your life … “ oder wie Julia es sagt:
    „Unsere Zeit, die geht vorbei
    das wird sowieso passieren,
    und bis dahin sind wir frei …“
    Vielen Dank für diesen Blogpost.

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  2. Angelika

    Ein prima Beitrag. Danke Julia.
    Ich bin schon Älter. Ich kann bestätigen was Julia da von sich gab.
    Es hat mein Herz berührt, weil es so wahr ist.
    Vieles haben wir wirklich gemacht, doch zu Vieles nicht. Heute weit über 60 beginne ich Dinge zu tun, weil ich erkannt habe: „wenn nicht jetzt wann dann“,
    die ich mich in jungen Jahren nicht aufgerafft hätte zu tun, weil nicht getraut, zu faul, oder, oder …
    Und, wie dumm doch, ich immer geglaubt habe, ich habe noch soviel Zeit. Selbst heute, kann es noch geschehen, das dieser sogenannte „Schweinehund“ mir noch flüstern will, ich habe noch Zeit.
    Mein Motto, es ist nie zu spät …
    Ich bin heute mutiger oder anders mutig, oder ich will später, ja vielleicht wenn ich 100 bin, doch noch was zu erzählen haben.

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    • Niko

      Ich habe mit 45 meinen festen Job gekündigt und bin ein Jahr nach Asien gereist, hauptsächlich nach Indien des Yogas wegen. Genau, um mit 65 dann nicht die „Konjunktive“ zu benutzen, bzw. sie andersrum zu benutzen. Hätte ich den Job behalten…..
      Und heute filme ich Menschen wie Angelika über mir auf http://www.memoro.org/de-de/, ein gemeinnütziges Projekt aus München, gegründet in Italien, in 14 Ländern online. Da es gemeinnützig ist, wird dies hier hoffentlich nicht als Werbung falschverstanden….

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    • Martina

      Liebe Julia, auch mich hast du berührt, ich hatte Tränen, du hast das
      mit soviel Gefühl und Wahrheit rübergebracht, danke!
      Liebe Angelika, danke für deine offene Worte.
      Keep smiling and enjoy Life !!!!

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  3. anjube

    Wow, wo wird Julia stehen wenn sie mal 50 ist? …jetzt schon diese Gedanken… let’s do it, Julia!!!!!

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  4. Arite Husmann

    Studentin für Psychologie – hoffentlich macht sie auf diesem Gebiet weiter, denn sie hat voll verstanden, worum es geht. Und wie es aussieht, setzt sie das, was sie weiterverschenkt, auch selbst um. Ich bin 48 und dachte lange Zeit, ich bin noch zu jung, zu unerfahren, nicht gut genug….Bis mir dieser Spruch vor die Augen fiel:
    „Fange an“, sagt der Meister,
    „dann wirst Du lernen!“
    „Ich weiss noch nicht genug“,
    antwortet der Schüler.
    „Dann warte“, sagt der Meister.
    „Wie lange?“, fragt der Schüler.
    „Bis Du anfängst“, sagt der Meister.

    (Chinesische Weisheit)

    Ich habe einfach angefangen zu leben – und ich bin richtig richtig glücklich.

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  5. Ben

    Sprachlos. Gänsehaut.

    Ich bin begeistert – und würde gerade gerne diesem Mädchen, das dort vorne meine Gedanken liest einen Heiratsantrag machen…

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    • Fredi

      haha Ben! warum überrascht es mich nicht sowas hier von dir zu lesen. aber bei deinem derzeitigen Run mit der Anti-Uni würde es mich auch nicht überraschen, wenn ihr bald verheiratet seid… 😉

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  6. Tun statt Verkünden

    Zwischen Reden und Tun ist zumeist ein großer Graben. Psycholögchen können sich bekannterweise gut in Szene setzen. Wollen einmal abwarten, was sie tatsächlich umsetzt. Ich jedenfalls habe seit meiner Jugend immer das getan, was ich für Passend gehalten habe. Aber die Wenigsten wären bereit, die damit verbundenen Herausforderungen, Gefahren und Schwierigkeiten zu meistern. Aber wenn eine Psychologin kluge Sprüche klopft, dann aplaudieren sie. Diejenigen, die wirklich verantwortungsbewußt und selbstgestaltend leben, werden von den gleichen Leuten dann zumeist behindert oder sogar bekämpft.

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    • Swish

      Immerhin hat sie schon einen Text geschrieben, allen Mut zusammen genommen und ihn vor einem großen Publikum vorgetragen. Das ist wahrscheinlich mehr, als viele von sich behaupten können. Auf jeden Fall eine Geschichte im Alter wert.

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  7. Anja

    Das ist ja der „Oberhammer“!!!!!! Mädel mach weiter so!!! Du hast auf jeden Fall den richtigen Beruf gewählt!!
    Du sprichst aus, was viele denken und nicht schaffen aus welchen Gründen auch immer! Diesen Beitrag sollte man an allen Schulen verpflichtend im Lehrerzimmer senden!

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    • alex

      jaaaaa. du hast es nicht verstanden 😉 da kommt was unkonventionelles, was „nicht passendes“ . anagramm -glück – mut und genau darum gehts doch in ihrer ansprache. konventionen brechen, endlich tun UND sein, drauf gepiffen was ein teil der anderen sagt, was muss so sein, wie man glaubt dass es sein muss, was darf sein, was darf anders sein. fehler machen und in freude daraus lernen, nicht darauf herumhacken und verletzten, sondern den mut zum glück durch ein anagramm, was keines ist, zu erreichen. das leben ist selten eine kausale konstante. das leben kann! das anagramm von mut und glück sein. darauf will ich zumindest hinaus 😉

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    • Jan Lehmann

      Das frage ich mich auch. „Anna“ ist ein Anagramm von „Anna“. „Mut“ ist ein Anagramm von … nichts. Man sollte Fremdwörter nicht um ihrer Wirkung willen verwenden, besonders dann nicht, wenn man sie nicht verstanden hat.

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      • Annou

        Sorry Jan, wegen des vergessenen Buchstabens.
        Jetzt nochmal etwas ausführlicher aus dem Duden zitiert:
        ‚Ein Anagramm ist ein BuchstabenVERSETZrätsel, es ist die Umstellung eines Wortes zu anderen Wörtern mit neuem Sinn‘. MfG Annou

  8. Stefan

    An die letzten beiden Kommentatoren: es nicht natürlich nicht ‚einfallsreich‘ weil es nix neues ist. Aber es muss immer wieder gesagt werden denn es ist die wichtigste Lektion des Lebens. Und wenn das Leben aber leider anders läuft,dann nur weil du es anders laufen lässt

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  9. Ragnar

    Im Prinzip geht es uns hier verdammt gut, wenn man darüber philosophieren kann, wie man „richtig“ lebt und es nicht nur ums Überleben geht. Aber zu sagen: „Geh raus und erlebe etwas“, kann auch nur einem sorgenfreien Wohlstandskind einfallen.

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    • Chrisl

      Was spricht dagegen zu sagen „geh raus und erlebe was“ auch wenn man wie wir alle keiner Armut erleiden? Muss man dafür arm sein um was erleben wollen zu dürfen? Dann doch lieber wie du alles kritisch betrachten, ist auch wunderbar.

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    • derOpa

      deshalb ist es auch unsere Pflicht „raus zu gehen und was erleben“ da wir eben keine anderen Sorgen haben! Also alles richtig… zumindest sehe ich keinen anderen Sinn….

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    • Christoph

      Tritt doch in die katholische Kirche ein. Die freuen sich bestimmt, dass sie mal endlich wieder jemanden haben, der sich für die Privilegien eines „sorgenfreien“ Lebens schämt anstatt sie nutzen. Super Einstellung! Wenn du mir jetzt noch erklärst, was es irgendeinem armen Teufel auf dieser Welt bringen soll, wenn ich mich schäme, bin ich bei dir.
      Ich hingegen kann dir ssgen, dass aus Lebensfreude oft auch Hilfsbereitschaft entsteht. Ja, teilweise bedingt sich dies sogar. Den nur, wer mit sich und seinem Leben im Reinen ist, hat die Kraft anderen zu helfen…

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  10. TomO

    Danke Julia, wundertoll!
    Mir machst du Mut. Zum Glück! Selten sprach mir jemand so klar aus der Seele.

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  11. Paul

    Natürlich ist es Inhaltlich nichts Neues. Die Leistung von Julia ist auch nicht „carpe diem“ verstanden zu haben. Sondern den Inhalt so schön lyrischen zu formulieren und das mit Popkultur zu mischen. Ich bewundere Menschen die ihre Gedanken in so schöne und verständliche Worte fassen können.

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  12. Helmut E. Zitzwitz

    Selten hat mich Prose mich so berührt. Vom Herzen zum Herzen. … und so gezielt.
    Weiss jemand ob diese junge Person den Versuch gemacht hat es auf Englisch zu übersetzen.
    Als ein 81 jähriger der schon lange in der USA lebt, wurde dass ein wichtiges Thema sein. Obwohl Universal, wäre es hier mehr benötigt als bei euch.

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  13. Roland

    Das beste ist:
    Sie polarisiert und regt Diskussionen ,
    wobei sich manche eiträge hier so was von
    selbst entlarven.

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  14. Hans-Wolfgang K.

    Danke Julia,
    mit meinen 67 Jahren kann ich dies nur bestätigen, dass man sich an alles was man machen möchte, trauen soll zu machen. Auch wenn es dann nicht so klappt wie erhofft. Mein Motto war immer:, „wenn nicht jetzt wann dann“. Auch heute bin ich dabei was neues zu machen. Ängste sollten nicht aufkommen, was kann man verlieren. Ich werde nur gewinnen und wenn es Erfahrungen sind. Aber wieder was getan zu haben, macht glücklich.

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  15. jane

    na fürn schüler-gedicht-wettbewerb ist das schon ganz gut – aber leider, liebe Julia, können nicht alle das Leben führen, das sie wollen, vor allem diejenigen, die nicht so privilegiert sind wie du. für die klingt dein gedicht wie hohn.

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  16. frau l.

    Dass die Lebensphase Jugend/junges erwachsensein andere/ wichtigere herausforderungen mit sich bringt, bleibt in diesem denkansatz leider unbeachtet. es gilt also wieder die balance zu halten. Außerdem kommen selbstinitiierte schöne momente des Lebens erst in ihrer abgrenzung zur Alltagswelt zu einer bedeutung,….

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  17. Jan Koch

    Wow!
    Mit genau so einer Einstellung können wir es schaffen, unser Leben selbstbestimmt zu leben. Jeder der Freiheit erreichen will, kann heutzutage etwas Eigenes aufbauen, um nicht mehr vom Job abhängig zu sein. Wer etwas anderes behauptet hat keine Lust, für seine Ziele zu arbeiten und gibt lieber gleich auf – und bereut am Ende die vertanen Chancen…

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  18. Lukas

    Sehr schöner Vortrag,

    mir kommt da auch ein Lied von Muse in den Kopf, in dem es heißt „don`t waste your time or your time will waste you“

    letztendlich stehen wir mit nichts da wenn wir nichts wagen, danke für den Beitrag!

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  19. Helmut Engelmann

    Da ich Buchautor bin berührt mich solch junges Talent um so mehr zumal mich mit Julia der selbe Namen und eine Seelen-Verwandschaft verbindet..
    Verwandte Geister erkennen sich und sind sich so nah..
    Denn wir haben viel zu sagen und zu geben weil es uns in die Wiege gelegt worden ist kunde zu tun was in uns ist um es weiter zu geben..
    Helmut Engelmann

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  20. Sanni

    Hört sich alles genau in meinem Sinne an. Jedoch – das Leben geht andere Wege. Kann es nachvollziehen, da ich die „60“ überschritten habe und auf etliche Erfahrungen zurück blicken kann. Das Wesentliche, welches man vor Augen hat und umsetzen möchte, wird durch momentane Realität in den Hintergrund katapultiert. Nach der Ausbildung – Heirat – Kinder kriegen – materielles Leben aufbauen um diese Lebensform aufrecht erhalten zu können – Verantwortung und vieles mehr verhindern, das eigene ICH und seine eigentliche Bestimmung realisieren zu können! Die Verantwortung im Zusammenleben eines Familienverbands drängt die Gedanken und Vorhaben des eigenen Gedankenguts meist in den Hintergrund. Irgendwann wird man sich bewusst, dass man seine Gedanken und Ideen in eine Art von „Schlafposition“ versetzt hat und hofft, dass der Punkt der Selbstrealisierung bestimmt irgendwann kommt. Natürlich darf mein sein eigenes EGO nicht in`s Abseits stellen und kann, mit Kraft und gutem Willen auch seine eigene Position vertreten und versuchen, sie umzusetzen. Doch das Ziel der meisten Menschen ist nun einmal die Fortpflanzung und deren sozialer Inhalt – sprich: Familie. Tja – das bedeutet Anpassung und Verständnis auch für andere Lebensinhalte.
    Deswegen sollte man keine Angst vorm „Altwerden“ haben, denn dann ist es gegeben, seine eigene Identität auszuleben.

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  21. Oliver

    Sicher wahre Worte. Wir alle träumen davon sich selbst zu verwirklichen, nicht blind einem System hinterher zu laufen und all die Dinge zu tun von den wir vorhaben oder wünschen dies zu tun. Aber mal ehrlich. Wie soll das gehen oder bzw. vom System akzeptiert werden? So, ich kündige mal meinen Job, flieg in ein fernes Land, besuche Orte und mache DInge die ich schon immer machen wollte. Springe aus einem Flugzeug, erklimme einen Berg, arbeite an meinem Körper wie ich ihn schon immer haben wollte….. All diese dinge MACH ich dann einfach. Und es ist eben nicht allein das MACHEN sondern das LEISTEN!!
    Der Grundpfeiler für fast alle Träume die man sich erfüllen will, ist nunmal das verdammte Geld! Und der Großteil der Menschheit muss nach dieser Erfindung streben um zu leben.
    Facebook ist voll mit Selbstverwirklichkeits Videos und Anekdoten.
    Ich selbst wünsche mir auch für mich daß es noch etwas mehr gibt. Aber wie gesagt es ist nicht allein das Tun. Sondern ein großer Teil ist einfach das Leisten können. So ist es nunmal und wird auch so bleiben.

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    • Roland

      Wenn du einmal angefangen haben wirst, dir etwas zu leisten, um etwas zu tun. um einen deiner erstmal zu verwirklichen, dann wirst du immer mehr dir leisten können und immer mehr verwirklichen. es geht hier nicht um alles auf einmal und sofort.

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    • Christian

      Du hast schon Recht Oliver, dass viele Träume erst zu verwirklichen sind, wenn man etwas geleistet hat, Geld verdient hat. Ein Mittel welches einem vieles im Leben ermöglicht. Was Julia hier allerdings anspricht, sind ebenfalls die kleinen Dinge im Leben. Diese kosten wenig Geld und wenig Zeit, benötigen eine gewisse Risikobereitschaft, haben Opportunitätskosten aber sie sind es wert! Denn das macht das Leben aus. Zu leben, Dinge angehen, etwas tun, spontan sein. Nicht gleich seinen Job kündigen und in ein fremdes Land reisen. Schritt für Schritt. Schon Martin Luther King sagte ‚If you can’t fly, then run; If you can’t run, then walk; If you can’t walk, then crawl, but whatever you do, you have to keep moving forward.

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  22. Markus

    Es hat mein hat mein Herz berührt , und es ist alles stimmig .
    Wenn man sich auf den Weg macht , habe ich festgestellt , dass die wirklich wertvollen Dinge , ein lächeln , eine Umarmung , ein Kuss , ein schöner Sonnenuntergang , oder ein schöner Sonnenaufgang kein Geld kosten .
    Ich denke wir sollten unsere Sinne wieder schulen und die Natur besser geniessen , weil die Natur keine Maske verlangt .
    Niemand behauptet ,dass der Weg einfach ist , aber ich kenne niemanden der angefangen hat zu laufen und die schönen Seiten des ich ohne Maske erlebt , diesen Weg wieder verlassen will .
    Danke Julia ich wünsche dir die Kraft und den Mut diesen Weg zugehen

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  23. Adictive

    Also ich kann Julia nur zustimmen! Alle jammern immer, dass sie unglücklichsind, dabei vergisst jeder, dass er derjenige ist der das ändern kann- und nur er! Wenn man genug Mut aufbringt, dann kann jeder genau das machen, was er möchte. Natürlich gehört dazu viel Arbeit, aber „Nothing what is worth having comes easy“.
    Schon klar, dass das nichts neues ist, scheinbar haben es die Leute aber trotzdem immernoch nicht verstanden. Also statt solche Kommentare zu bringen, geht doch lieber raus und fangt an das zu machen was ihr wirklich wollt. Und auch die Argumente vonwegen “ das Leben spielt aber anders“ und “ so können nur privilegierte Leute reden“ sind totaler schwachsinn.! Das Leben spielt nur anders, wenn ihr es lasst.
    Jeder, der sich selbst etwas aufgebaut hat wurde am Anfang belächelt, trotzdem haben diese Leute das Risiko in Kauf genommen. Wenn du es heute nicht versuchst, adnn wirst du morgen nicht wissen ob es geklappt hätte! Das hat nichts mit Geld zu tun, sondern damit wie sehr man es will.
    Ich bin selbst gerade dabei zu versuchen mein eigenes kleines Kleidungslabel zu starten, da werde ich auch von vielen belächelt, na und? Ich möchte es, also stecke ich Arbeit rein und verusche es. Falls es nicht klappt kann ich meinen Enkeln wenigstens eine gute Geschichte erzählen 🙂
    Was dafür in unserer Gesellschaft leider immernoch fehlt ist die Akzeptanz für Leute, die nicht mit dem Fluss schwimmen, seien es Piercings, Tattoos, Ideen oder Einstellung.
    In diesem Sinne, gute Nacht

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  24. Volker

    Ist schon klar, dass das was Julia uns sagen möchte nichts neues ist, aber auch ein Sonnenaufgang oder der Blick vom Gipfel eines Berges ist nichts neues und trotzdem berührt es uns ganz tief und tut das auch immer wieder. Es gibt Dinge, welche sich nicht abnutzen, egal wie oft man sie sieht, hört oder tut. Ich bin Julia dankbar, dass sie diesen wunderschönen Gedanken aufgreift, ihn in so berührender Form an uns weitergibt. Klar, dass Leben haut einem immer wieder eine vorm Latz, aber es geht doch meiner Meinung gar nicht darum etwas zu beginnen was uns immerwärende glückseeligkeit verspricht, sondern einmal den Gang herauszunehmen und uns fragen, ist es das was ich möchte? Sich zu Fragen ob ich mir von außen sagen lassen muss was angeblich meine Bedürfnisse sind und wie diese befriedigt werden sollen. Für mich ist es ein Plädoyer für Selbstbestimmung und das hat nichts mit Kohle, sozialen Status oder Privilegien zu tun. Das sind Dinge die jeder in Gang setzen kann. Auch wenn sich hier einige etwas herablassend über Julias Ausführungen geäußert haben, so haben sie zumindest darüber nachgedacht und vielleicht setzt sich dieser Gedanke fest und beginnt irgendwann zu arbeiten. Denn alles was wir tun oder tun werden, hat seinen Ursprung in einem Gedanken. Und dann möchte ich an dieser Stelle meine Bewunderung für Menschen wie Julia und ihrer Kreativität zum Ausdruck bringen und allen Miesmachern sagen: Macht erst mal was vergleichbares bevor ihr hier andere herabwürdigt. Mann kann sicher alles immer besser machen aber Julia hat etwas gemacht und allein das verdient Bewunderung und Respekt.

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  25. Holger Senft

    Bravo!
    Tolle Frau! – Tolle Gedanken! –
    Wirklich lebendig und super mutig.
    Schön, dass wir auch noch solchen Nachwuchs haben.

    Klasse

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  26. Eva-Maria Barth

    Wow, wenn ich das so klar gewußt hätte, hätte ausdrücken können wie diese junge Frau. Aber ich lasse meinem Dopamin (habe leider nicht genug davon … muss nachhelfen) auch freien Lauf. Es ist mein Leben. Jetzt fahre ich LkW …. ob das klug ist lasse ich dahingestellt sein. Aber ich mache es und lasse die Chance nicht vorbeigehen. Ich mache es nicht nur „fast“. Ich tue es tatsächlich. Man ist nie zu alt, was Neues anzufangen. Hat mich stark beeindruckt … Julia Engelmann ….klasse!

    Antworten
  27. ausbildermuebe

    Boh – Julia … wenn mich jemand zu Tränen rührt, dann hat der was richtig gutes gemacht …. ich habe bei dir geheuelt … ich danke dir

    Antworten
  28. Georg

    Kai du schreibst:
    „Julia spricht darüber, wie es ist, wenn wir alt sind. Wie wir darüber reden werden, welche Dinge wir fast getan hätten. Es ist ein kleiner Appell an die „Unvernunft“, endlich das Leben zu führen, welches jeder für sich selbst gern führen möchte“.

    Ich würde es gerne so verbessern:
    Julia spricht darüber, wie es ist, wenn wir alt sind. Wie wir darüber reden werden, welche Dinge wir fast getan hätten. Es ist ein kleiner Appell an die „Unvernunft“, endlich das Leben mutig führen, das Leben welches für jeden von uns bestimmt ist.

    Antworten
  29. Helga Meekel-Heinen

    Worte wirken heimlich, still und leise,
    so auch das Wort „schaffen“ auf vielfältige weise.
    Du schaffst das schon – wie schön und so vollkommen
    ich habs geschafft und bin benommen
    vom Glück und von meinem Mut
    machts, schafft es auch, es tut ganz einfach gut.

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  30. Paul

    Ganz schön stark! Einfach auf den Punkt gebracht, ersetzt dicke Bücher über das Leben. Möglicherweise widerlegt dieser Auftritt ganz klar, dass nicht nur ältere, erfahrene Menschen mit Weisheit gesegnet sind. In jedem Alter besteht die Möglichkeit, Lebensmuster zu erkennen, zu hinterfragen und zu ändern und genau das kommt in dieser Produktion auf wunderbare Weise zum Vorschein. Super – danke.

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  31. Thomas

    Poetry Slams sind Wettbewerbe, es herrscht dort stärkste Konkurrenz. Niemand geht da spontan hin, in aller Naivität. Julia Engelmann hat zwischen 2006 und 2010 am Theater Bremen geschauspielert, hat in den letzten Jahren bereits diverse Poetry-Slam-Wettbewerbe für sich entschieden. Vom Oktober 2010 bis Oktober 2012 spielte sie in der RTL-Soap-Serie „Alles was zählt“ die Eishockeyspielerin Franziska Steinkamp.

    Julia Engelmann ist ein Profi auf der Bühne, ihre „Reckoning“-Nummer perfekt einstudiert, die Stimme, der Rhythmus, die Handbewegungen. Die Bedeutung, die sie ausstrahlt, ist exakt kalkuliert. Die neue Starpower des Internet unterscheidet sich nicht sehr von der alten. Und auch der virale Effekt, mit dem das Video sich innerhalb weniger Tage so massenhaft verbreitete, von immer mehr Teilnehmern angeklickt und weitergeleitet wurde, verdankt sich nicht der natürlichen Spontaneität von Julia Engelmann. Ihr Video wirkt durch die Ästhetik, nicht durch die Wahrhaftigkeit.

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  32. Leni

    Die hat doch mal bei Alles Was Zählt mitgespielt in der Rolle der Franziska :). Super Vortrag!!!

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  33. Parasympathikus

    „Mann kann sicher alles immer besser machen aber Julia hat etwas gemacht und allein das verdient Bewunderung und Respekt.“
    Wenn ich jetzt pupse und somit etwas mache, verdiene ich dann auch Bewunderung und Respekt?

    Sorry, kleiner Witz am Rande, aber der Satz hat hier die Steilvorlage geliefert. Hier mal was Ernstgemeintes:
    Ich habe mir den Beitrag der Slammerin gestern mal angesehen.
    Ich fand sie sympathisch. Aber ich war ziemlich verblüfft, wie viel Anklang ihre Worte finden. Bei mir hat sich da nichts geregt. Außer vielleicht die ‚Genervtheit‘ ob eines weiteren Aufrufs a la „Lebe Deine Träume und träume nicht vom Leben“.
    Ich finde es spannend, wie dieses Thema unsere Gesellschaft zu beschäftigen scheint und dass es so viele berührt. Ich empfinde diese impliziten Aufforderungen zur Selbstverwirkluchung und zum Engagement für eine höhere Sache eher als Zwang, denn als befreienden und motivierenden ‚Kampfschrei‘.
    Mich würden wohl Worte berühren, die daran appellieren, demütiger, dankbarer und zufriender zu sein, mit der eigenen Durchschnittlichkeit und Unzulänglichkeit (zu denen wohl auch die thematisierte Lethargie zählt) Frieden zu schließen, und damit, dass es vielleicht auch zum Leben gehört, Träume zu haben und nicht alle davon realisieren zu können / müssen. Und das aus dem Mund einer ‚Betroffenen‘ (statt von außenstehenden Beobachtern und ‚Predigern‘ wie Pfarrer, Soziologen und von mir aus auch Journalisten…).

    Was ich in dieser Begeisterungsflut tatsächlich vermisse, sind die, die nicht nur in die Hände klatschen, sondern sich auch kritisch mit dem Text auseinandersetzen.

    Antworten
  34. hinrichs hannelore

    dieser beitrag sagt alles,ich habe zwar nicht auf der uni studiert,aber ich studiere jeden tag das leben,ich habe gesät und bin jetzt am ernten,denn jung bin ich nur noch im herzen nicht an jahren,auch wenn mir das nicht jeden tag auffällt,es ist wie es ist,doch manchmal schleichen sich trübe gedanken in meinen kopf wenn etwas nicht so läuft wie ich es gerne hätte,doch einer richtet mich immer wieder auf,ich sage vater,andere nennen ihn gott oder das ist doch tühnkram,ich aber sage für mich ist es so und nicht anders,laß die leute denken was sie wollen,sie haben nicht mein leben gelebt und werden es auch nie leben und verstehen wie ich es lebe,das ist auch egal darum lebe dein leben wie du es für richtig hälst,ändere auch mal deine meinung wenn erfahrungen dich dazu bewegen,auch das ist gut,das leben ist kurz doch was du daraus machst kannst du zum größten teil bestimmen,so wie du mit den menschen,tieren und pflanzen umgehst kommt es irgendwann als echo zurück zu dir,dann erntest du was du gesät.mehr gibt es dazu nicht zu sagen,oder doch das ist die liebe zum leben

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  35. Franz Deckarm

    Das Schönste und wahrste was ich bis jetzt im Netz gehört habe. Hat mich zutiefst berührt. Wundervoll und besser vortragen als diese junge Frau kann man das nicht !!
    Man sollte es wirklich zum Lehrstoff an Schulen benutzen.
    Ganz grosses Kompliment

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  36. Martin

    Liebe Julia,

    mehr geht nicht…

    Alles wahr was Du gesagt hast. Ich habe gestern Abend zu meinr Frau gesagt, “ Du, ich habe da was im Netz gesehen vonn einer jungen Frau und Sie, meinte, na ja, das kann ich mir vorstellen…“.

    Mehr geht nicht und ja, wenn wir alt sind, werden wr wir Dinge erzählen… die manchmal mehr Wunschdenken waren als Wahrheit – wer will es kontrollieren?

    Meine Freinde sagen immer, – warum machst Du solche verrückten Dinge? Weil ich genau das was Du beschreibst, mir nicht vorwerfen mochte . wenn ich alt bin. Wann bin ich eigentlich alt?

    Gestern saß ein Geschäftspartner (27) neben mir und sagte -heh – wie alt bist Du eigentlich? Ich sagte: 51 —-er: sorry, das wollte ich nicht. Ich sagte :was? Das Du Dich outen musstest… musste ich ja nicht, ich in halt so alt. Er dachte nur ich sei wesentlch jünger – was ich sagen will – macht es einfach egal wie und ob es gerade passt…

    Besser als Julia kann man es nicht widergeben – Du wirst sicher eine super Psychologin – zumindest wünsche ich Dir das.

    Martin

    Antworten
  37. Astrid W • LiFEcatcher

    Danke!
    Danke an Julia für den Vortrag und danke an Dich Kai, fürs Teilen und Veröffentlichen – sonst hätte ich den genialen Text nie gehört!
    Ich habe Jahre dafür gebraucht, für mich den Sinn des Lebens zu definieren – also zu leben und die physische Welt zu genießen. Wie großartig, das hier in einem Nebensatz wieder mal zu hören. Auch dafür: Danke 😀

    Antworten
  38. John

    Wow, was für ein toller Artikel! Ein ergreifender Vortrag dieser jungen Frau mit sehr hohem Wahrheitsgehalt. Mutig sind Menschen, die Dinge tun, welche sie Überwindung kosten. Sie sind Vorbilder für jene Vorsichtigen, die sich nicht trauen, ihren eigenen und richtigen Weg zu gehen! Ein super Beispiel von Selbstverwirklichung bestätigt auch diese Geschichte – dieser Mann wird sich nie fragen müssen, dass er es nicht probiert hat!!!

    http://motivationsgeschichten.blog.de/2014/01/27/cem-yazirlioglu-kleinste-fussballschiedsrichter-deutschlands-17620975/

    Antworten
  39. miezmiez

    Wie definiert man erleben? Und „leben“? Jeder hat eine andere Vorstellung davon. Mich macht es nur traurig, dass immer mehr Leute der Meinung sind, dass „richtig leben“ jeden Tag Party oder überall hinzureisen bedeutet. Was macht man denn, wenn man kein Geld hat? Irgendwie das Geld auf der Straße aufsammeln damit man richtig leben kann? Es wird ja einem nichts geschenkt. Wenn jmd Zuhause ist, der schwer krank im Bett liegt und man diesen Menschen nicht im Stich lassen möchte? Wäre das jetzt „falsch leben“, weil man sich für diesen Menschen zurück nimmt? Heißt heute richtig leben egoistisch zu sein und auf alles zu scheißen? Ist es falsch, wenn man arbeiten geht und sich spitz gesagt max. einmal im Jahr eine Woche Urlaub in der Türkei gönnt? Muss jeder von eine außergewöhnliche Geschichte parat haben? Um sie jemandem zu erzählen, der sie nach 2 min wieder vergessen hat? Ist es eigentlich noch etwas besonderes, wenn wir alle das machen? Wir alle unsere Jobs aufgeben und nur noch das machen, was uns Spaß macht?

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