Wer diesen Blog länger verfolgt, weiß das ich eine Schwäche für Autos habe. In der Vergangenheit habe ich Ken Block und seine Gymkhana-Reihe durchaus gefeiert. Der gestern erschiene siebte Teil ist allerdings eines: enttäuschend. Ken Block hat zahlreiche Sponsoren gefunden, um die Straßen von Los Angeles sperren zu lassen. EA gibt mit dem Sponsoring über ihren Titel Need for Speed No Limits noch 2-3 klischeemäßige Polizeiwagen dazu.

Das Fahrzeug ist ein aufgebauter Ford Mustang 1965. Ford Mustang ist schon mal das richtige Auto, aber ein 65er Mustang auf Allrad mit 845PS umzubauen – sorry Ford, wieso lässt man sich da seinen Mythos derart verramschen? Das Ding ist selbst von einem Serien-Rallyefahrzeug so weit entfernt, dass es beim Zuschauen schon fast weh tut. Ansonsten finde ich den Prolog zu lang, denn bis 1:50 passiert im Prinzip nichts. Danach folgen 6 Minuten Dinge, die man in den vorherigen 6 Videos schon gesehen hat, bis zum ersten kreativen Teil. Als es dann so richtig losgeht und Ken Block eine Bergpassage hochbügelt, ist das Video leider schon zu Ende.

Was ich vermisse find Szenen, die mich aus den Socken hauen. Szenen wie in Teil 5, wo Ken Block die 90GRAD-Kurve erst springt und dann ausdriftet oder in Teil 3, wo er eine Steilkurve driftet. Mir ist klar, dass sich die Fahrelemente irgendwann wiederholen. Ich habe aber das Gefühl, dass gerade die ersten 3 Teile wesentlich mehr von Präzession geprägt waren, als es in dem aktuellen Teil der Fall ist.

Kai Thrun
Autor

Hallo, ich bin Kai - der Autor dieses Blogs. Ich berate Unternehmen, damit sie sich in ihrer digitalen Kommunikation verbessern. Ich gebe mein Wissen im Rahmen von Seminaren, Workshops und Vorträgen weiter. Als Social Media Experte kommentiere ich hier im Blog seit 10 Jahren Kampagnen, Reisen und persönliche Erlebnisse.

2 Kommentare

  1. Hast völlig recht… wirklich sehr enttäuschend! Das ganze Video kommt mir merkwürdig blutleer vor. Klar, perfekt gefahren, aber das kennt man schon. Null Emotion, altbekannte Fahrszenen, die Umgebung… naja austauschbar. LA gibt einfach nicht so viel her wie z.B. San Francisco mit seinen architektonischen Gegensätzen. Sogar der „Gag“ mit dem Mustang Klone kommt nicht rüber – ob man es grundsätzlich mag sei dabei sogar mal hintenan gestellt. Viel Aufwand für ein vernachlässigteres Ergebnis finde ich! Schade.

  2. Ist doch leider (fast) immer so, dass ein „Mythos“ zerstört wird um so mehr Geld im Spiel ist. Das ist nicht nur bei Ken Block so… das gab es auch schon beim Ghostrider (auch wenn´s nicht 100%ig vergleichbar ist) und endet bei vielen guten Filmen oder Alben von Bands.

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