Am Wochende (14./15.März) fand das FBCamp in Hamburg statt. Das FBCamp ist keine offizielle Veranstaltung des Social Networks. Aber es dreht sich eben 2 Tage ausschließlich um das Netzwerk, seine Eigenheiten, Gegebenheit und die Probleme, die man vielleicht nicht allein hat.

Highlight war sicherlich Heiko Hebig, der als Mitarbeiter von Facebook am Samstag Rede und Antwort stand. Darauf werde aber gesondert ausführlich eingehen. Das Themenspektrum war ein bunt gemischter Strauß an Themen. Sponsoren haben ihre Tools vorgestellt, ohne dabei es in Werbeveranstaltung verkommen zu lassen, Communitymanager haben sich ausgekotzt und Tipps, Tricks und Tools gabs oben drauf.

Sessions

Facebook Werbung

Nachdem ich mit @StephanR78 den Checkin schmiss, zog es mich in eine Session über Facebook Werbung. Die Session war gut besetzt, erfüllte aber aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht den vollen Umfang. Die Jungs hatten ihre Sessions spontan zusammengeworfen, da es thematisch gut passte.

Ich hatte mir in der Session etwas mehr erhofft, sie hatte aber einige gute Praxistipps. Das vermittelte Wissen waren normale Performance-Marketing Erkenntnisse. Im Prinzip sind Facebook Ads auch nichts anderes. Es wurden einige Formate vorgestellt als auch wie man mit dem 5x5er Grid die 20%-Regel einhält. Man sollte zusehen, dass man nur 5 Felder mit seinem Text trifft.

Quo Vadis Facebook?

Der @Paulbaum hatte die Session bereits auf dem Community Camp gehalten. Paul hatte 8 Thesen über Facebook mitgebracht und diese zur Diskussion gestellt.

  • These 1: Edge Rank is a bitch
  • These 2: Die Reichweite sinkt
  • These 3: Content bleibt King
  • These 4: Service ist Queen
  • These 5: Geld regiert die Facebook-Welt
  • These 6: Facebook stirbt nicht (so schnell)
  • These 7: Facebook ist keine Teenager-Plattform
  • These 8: Flucht ist zwecklos

Paul @Paulbaum während seiner Session Quos vadis Facebook?

Pauls Thesen könnt Ihr auf Netzrunde im Detail nachlesen. Wie Paul selbst sagte, ist das Spannende die Diskussion dazwischen. Eine gute Runde, der man anmerkte, dass es auf viele Nuancen ankommt.

Kennzahlen und Ziele

In der Runde um Kennzahlen und Ziele von @st_eyl ging es um Zahlen, die man aus Facebook ziehen kann. Die Kennzahlen bleibt er uns schuldig. Zumindest wenn man sich auf Wortspiele einlässt, denn die Kennzahlen waren eigentlich nur Zahlen, die zu Kennzahlen werden, wenn ich sie mit meinen Unternehmenszahlen in Relation stelle. Es war aber hilfreich mal einen Überblick zu haben und das viele populäre Zahlen (Fanwachstum z.B.) nicht zielführend sind.

Stephan Eyl zeigt einige Insights aus Fanpage Karma. Media Inhalte sind nicht so stark eingebrochen wie Spaß-Pages

Eine solide Session, bei der mir der Schritt weiter gefehlt hat. Eben die Anleitung, welche Zahlen ich in Relation stellen kann, um daraus Leistungskennzahlen zu generieren.

Die Social Media Manager Toolbox

In der Toolbox sprachen @hirnrinde und @leseratte_j über die Anforderungen an einen Social Media Manager im Unternehmen. Die Softskills, die ein geeigneter Kandidat mitbringen muss und was das Unternehmen erschaffen muss. Der größte Knoten ist nach wie vor der Eskalationsweg, der in den meisten Unternehmen einfach erst nach der ersten Eskalation geschaffen wird. Prozesse zu initiieren sind wichtig als auch das richtige Equipment, um am Wochenende die Welt retten zu können.

Twitter ging an dem Wochenede ziemlich gut #fbcamp

Als es zu den Tools kam, wurde es unterhaltsam. Es war ein wenig wie in der Bärchengruppe eines Kindergarten, wo man gegenseitig sich fragt, ob man das Geschenk des anderen schon gesehen hat. So flogen die Toolnamen und Kurzbeschreibungen nur so durch die Gegend.

Austausch: Wie unterschiedliche Supportkanäle betreuen?

Aufgrund einer Diskussion in einer anderen Session initiierte @olikars eine Austauschrunde darüber, wie sich Unternehmen organisieren, um neue Supportkanäle wie Social Networks in bestehende Strukturen aufzunehmen. Die Frage müssen ich und meine Kollegen bei 247GRAD Labs sich natürlich auch stellen.

Es war eine Mischung aus Erfahrungsberichten, Selbsthilfegruppe und Abgleich des Status quo. Die größten Hürden bei dem Thema sind Raffinessen des deutschen Datenrechts, welches ohne anwaltlichen Rat nicht zu bewerkstelligen ist. Was der Mitarbeiter darf und was nicht ist in wenigen Unternehmen geklärt, es ist auch entscheidend, wo die Daten erhoben werden. Auch hier zeigt sich, dass die Eingliederung solcher Prozesse sehr lange Zeit bedarf, wenn sie nicht wie bei Bosch oder Continental von oben nach unten kommen. Es ist eine große Herausforderung, die gerade auf Unternehmen gerade zukommt.

Fazit

Das FBCamp war eine runde Sache. Der Veranstaltungsort im Attraktor / Technischen Fachschule Heinze war prima. Ich war anfangs skeptisch, ob die 50m Meter zwischen den 2 Locations stören könnten. Im Prinzip war es prima, weil so Sessions und Kaffeeklatsch recht gut getrennt war. Wir wissen alle, dass die spannenden Dinge oftmals zwischen den Sessions auf irgendeinem Sofa passieren – und Sofas gab es diesmal reichlich.

Ich möchte mich bei Silke (dialogartist) und Christian (HCR Media) für ihr Engagement bedanken, ihr habt uns ein schönes Barcamp beschert. Das Essen und der Service waren wunderbar. Die Aftershow-Party mit dem Land Baden-Würtemberg war prima. Ich komme gern wieder.

Ebenfalls gilt mein Dank den Sponsoren des FBCamps, denn ohne geht es nicht.

Vielen Dank, dass Ihr es uns ermöglicht habt, an diesen 2 Tagen uns fachlich auszutauschen.

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