Begriffserklärungen für Twitter und wie man Hashtags einsetzen kann

Nach dem spontanten Twitter-Crashkurs gestern in Hannover habe ich mich entschieden zu dem Thema ein Einsteiger-Leitfaden zu schreiben. Dem geübten Nutzer wird es nicht weiterhelfen, aber ist es hilfreich, wenn man nicht alles mehrmals erklären muss. Im ersten Teil der kleinen Serie beleuchte ich grundlegende Begriffe und deren Eigenschaften. Im ersten Teil geht um es wichtigsten Begriffserklärungen bei Twitter.

Was ist Twitter eigentlich?

Twitter ist ein Kurznachrichtenservice – sogenanntes Microblogging. Twitter hat sich in den vergangenen Jahren zum Multikulti entwickelt. Es ist derart vielseitig nutzbar, dass man es in Vertrieb, Marketing, Netzwerken, Wissenstausch, Informationquelle, Nachrichtenstream oder Unterhaltungsmedium einordnen kann. Daher gibt es keine „richtige Nutzung“ von Twitter, sondern viele Möglichkeiten, die erfolgreich sein können.

Die richtige Nutzung

Twitter zu benutzen und in dem Fall meine ich die reine administrative Nutzung, kann ebenfalls auf verschiedenen Wegen erfolgen. Das ist davon abhängig, was für ein Account es ist (privat / geschäftlich / sowohl als auch) und wie viele Menschen an diesem Account teilnehmen.
An dem Hauptarbeitsplatz an dem Twitter genutzt wird sollte man eines beherzigen: Benutze nicht die Twitterseite, sondern einen Client. Das spart Zeit, nerven und Komfort. Ich nutze für meine Belange Tweetdeck, da mir dieser Client am ehesten zusagt und durch die AIR-Technologie (wie die meisten Clients) in beiden Welten (PC / Mac) zur Verfügung steht.

Begriffe und Zeichen

Mentions @
Das at-Zeichen verursacht eine „Mention“. Mention aus dem Englischen heißt „gegenüber jdm. erwähnen“, und das trifft es auf den Kopf. Eine Mention ist eine öffentlich lesbare aber adressierte Nachricht. Für offene Dialoge, die jeder lesen kann. Sie haben den Vorteil, dass ich nicht in meiner Timeline suchen muss, wenn mir irgendjemand etwas für mich bestimmtes geschrieben hat.

Direct Messages (DM)
Direct Messages sind ähnlich wie Mention. Nur eben nicht öffentlich. Außerdem haben direct messages noch einen technischen Unterschied. Mentions kann ich jeden schicken, der auf Twitter angemeldet ist. DMs kann ich nur an Personen schicken, die mir folgen.

Hashtags # – die Nupsis mit der Raute
Die Raute oder der Hashtag sind Schlagwörter. Eine ziemlich gute Dokumentation zu Hashtags gibt es bei Wikipedia. Schlagwörter sind vielfältig einsetzbar. Ich kann damit Mimik und Stimmung unterstreichen, Eigennamen und Marken kennzeichnen, meinen Tweet bestimmter Gruppierungen, Interessensrichtungen kategorisieren oder stichpunktartig Zusatzinformationen mitliefern. 140 Zeichen sind manchmal äußerst knapp.

Beispiele für Hashtags und wozu sie gut sein können / was es zu interpretieren gibt.


In diesem Tweet könnte man nicht erkennen, um welche Ausstattung es sich handelt und welches Problem es gibt. „#alleHDDsvoll“ sagt aus, dass die Festplatten für die Sicherung der Daten nicht ausreichen und Jan sich ein NAS (Network Attached Storage) wünscht. Ohne die Schlagwörter bzw. in dem Fall stichpunktartige Erläuterung, wäre die Nachricht u.U. missverständlich gewesen.



Hier wird einfach nur ein guten Morgen in die Runde geworfen. Das #späterVogel lässt darauf hindeuten, dass @LiebeundDetail heute etwas länger geschlafen hat. Wenn in eurer Timeline Dinge mit #Vogel oder #Wurm auftauchen, ist in der Regel eine Assoziation mit oder gegen das Sprichwort „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Bei Twitter eine überaus etablierte Aussage / Anlehnung.



In diesem Fall unterstreicht das letzte Schlagwort #wtf nur mein Unverständnis. WTF steht für what the fuck. Disney habe in diesem Fall ebenfalls mit einer Raute versehen, da Firmen in der Regel die Suche auf Twitter für ihre Marken im Auge behalten. Ich denke nicht, dass ich auf Gehör schlagen werde. Das es bei OTTO funktioniert hat, darüber habe ich bereits geschrieben.



@JayBee2202 fährt gleich frühstücken, dass ist für Jeden erkennbar. Durch ihre Schlagworte wird ihre Aussage konkretisiert. Sie geht in Paderborn frühstücken, in einem Lokal das „kleine Galerie“ heißt. Die Stimmung scheint gut zu sein, denn in Paderborn scheint die Sonne.



Dieser Tweet wäre so nicht zu verstehen, wenn @ForkingRobert keine Schlagwörter benutzt hätte. Am Wochenende kann man auch wenig Schlaf aufgrund eines Aufenhaltes in der Donnerkuppel gehabt haben. Daraus wäre es auch folgerichtig, dass er auf ein Public Viewing verzichtet, da die Leber Überstunden für den Abbau des Alkoholgehaltes macht. Dem ist aber nicht so – Er ist krank und ärgert sich, dass er nicht zum Publich Viewing kann / gehen wird.



Ohne das Schlagwort hätte @StefanOsswald sicherlich eine Mentions erhalten, die klingen könnten „Wo hälst Du dich wohl gerade auf?“ oder „Was machst du gerade?!“ – durch das Hinzufügen des Schlagwortes „Abiparty“ und den damit verbundenen Assoziationen des Lesers kann sich jeder sein eigenes Kopfkino bauen.



Dieser Tweet beinhaltet noch eine Besonderheit. Das Schlagwort #ff – es wird am häufigsten in zwei Variationen benutzt. Als Empfehlung steht es für „FollowFriday“ oder mehr technisch, dann ist der Firefox gemeint. In dem Fall, da der Tweet auch am Freitag gewesen ist, empfiehlt @tmmd mich, weil ich das #sca10 (SummerCamp Alfeld) organisiere. In diesem Tweet ist #ff als Empfehlung, der Twittername inkl. At-Zeichen, welcher bei mir als Mention aufschlägt als auch das bekanntgegebene Schlagwort #sca10. Das Mention hat den Vorteil, dass ich die Tweets schnell lesen kann, wenn ich nicht da gewesen bin. In dem Fall um mich später am Abend zu bedanken. Das #sca10 nutzt hier dafür, dass ein bestimmter Personenkreis (die Interessenten am SummerCamp) auf das Schlagwort klicken können oder eben in einer Suchabfrage nach #sca10 suchen, um zum Thema alle relevanten Informationen auffangen zu können.


Ich hoffe es sind vorerst nach dem Anlegen des Accounts keine Fragen offen geblieben. Sollte dennoch irgendwas unklar sein, scheut euch nicht mich anzusprechen.

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